AA

Drei hochmoderne Putin-Bomber von Ukraine abgeschossen

Drei russische Jagdbomber vom Typ SU-34 (Bild) sowie mehrere Drohnen sollen abgeschossen worden sein.
Drei russische Jagdbomber vom Typ SU-34 (Bild) sowie mehrere Drohnen sollen abgeschossen worden sein. ©Reuters, AP, APA/AFP
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach Angaben des Generalstabs in Kiew neue Angriffe der russischen Truppen bei der Stadt Awdijiwka im Gebiet Donezk und am linken Dnipro-Ufer abgewehrt. 
Selenskyj: Militärische Kooperation mit Polen vertiefen
Stoltenberg hält Putins Ziele nicht mehr für erreichbar

Darum geht's:

  • Ukrainische Streitkräfte wehren russische Angriffe bei Awdijiwka ab.
  • Die russische Armee kann ukrainische Truppen nicht vertreiben.
  • Die Ukraine vermeldet den Abschuss von drei russischen Kampfflugzeugen.

Russland versuche weiter, mit seinen Truppen Awdijiwka einzukreisen, teilte der Stab in Kiew am Samstag mit. "Unsere Kämpfer halten die Verteidigung standhaft und fügen den Besatzern bedeutende Verluste zu", hieß es in der Mitteilung weiter.

Seit Monaten wird um die Stadt gekämpft. Dem Generalstab zufolge gelingt es der russischen Armee auch nicht, die ukrainischen Truppen, die sich am südlichen (linken) Dnipro-Ufer festgesetzt haben, zu vertreiben.

Drei hochmoderne Jagdbomber abgeschossen

Die ukrainische Luftverteidigung informierte zudem darüber, dass erneut zahlreiche russische Drohnenangriffe abgewehrt worden seien. Einmal mehr sei das Gebiet Odessa am Schwarzen Meer von Attacken betroffen gewesen. Bereits am Freitag hat die Ukraine den Abschuss von drei russischen Kampfflugzeuge des Typs Suchoi SU-34 vermeldet. Dies sei Freitag zu Mittag im Südabschnitt - also dem Gebiet Cherson im Süden des Landes - geschehen, teilte der Chef der ukrainischen Luftwaffe, Mykola Oleschtschuk, via Telegram mit. Belege für die Treffer wurden nicht veröffentlicht. Russische Militärbeobachter bestätigten zumindest einen Abschuss, und meldete selbst erneut mehrere ukrainische Drohnenangriffe, darunter welche auf die Hauptstadt Moskau.

Die Lage in der Ukraine

Noch lange kein Kriegsende in Sicht

Die westlichen Experten des US-Instituts für Kriegsstudien (ISW) in Washington gehen indes davon aus, dass Russland an seinen Maximalzielen in dem Krieg festhalte, weitere Gebiete besetzen wolle und nicht geschlagen sei. Sie reagierten damit auch auf Aussagen des NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg, der in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa zuvor von einer "strategischen Niederlage" Moskaus gesprochen hatte. Kremlchef Wladimir Putin könne seine Kriegsziele nicht mehr erreichen, hatte Stoltenberg gesagt.

Die Analysten wiesen dagegen darauf hin, dass Putin seine in diesem Jahr nicht erreichten Ziele einfach verschiebe. Die Misserfolge der Russen in der Ukraine seien kein dauerhafter Zustand. Laut ISW dürften westliche Einschätzungen, dass Russland keinen Erfolg habe, nicht dazu führen, dass die ausländische Unterstützung für die Ukraine weniger werde oder aufhöre. Russland setze darauf, dass der Westen nachlasse bei seiner Hilfe für die Ukraine, hieß es.

Baerbock bekräftigt Ukraine-Hilfe

Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock verteidigte die Unterstützung des Westens für die Ukraine. "Dass Putins ursprünglicher Plan, Kiew einzunehmen und über 40 Millionen Menschen zu ermorden, zu vertreiben oder zu unterwerfen, nicht aufgegangen ist, liegt an dem unglaublichen Mut der Ukrainerinnen und Ukrainer, ihr Land zu verteidigen", sagte die Grünen-Politikerin den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (Samstag). "Und eben auch an der Unterstützung von uns und so vielen anderen Ländern, die das tun, was menschlich ist: Dem Opfer zu helfen und nicht durch Wegschauen dem Aggressor."

In den von Russland besetzten Gebieten und ungeschützten Orten könne man in diesem Winter sehen, was der Ukraine und Nachbarländern wie Moldau gedroht hätte, wenn sich die EU und die Mehrheit der Welt nicht geschlossen an die Seite der Ukraine gestellt hätten, sagte Baerbock. "Putin greift gezielt Kraftwerke, Elektrizitäts-Verteilerzentren und Leitungen an, damit bei minus zehn Grad die Wasserversorgung einfriert und die Menschen verdursten und erfrieren", mahnte sie. "Er will die Ukraine vernichten, und deswegen werden wir sie unterstützen, solange sie uns braucht."

Neues zum Krieg in der Ukraine

(APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Ukraine-Krieg
  • Drei hochmoderne Putin-Bomber von Ukraine abgeschossen