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Drachen-Alarm in Mellau

Mellau - Es war schon ein Tiernotruf der besonderen Art, der am vergangenen Samstag gegen späten Nachmittag beim Tierrettungsbereitschaftsdienst von HUMANITAS Verein für Tierrechte einlangte.

Eine „große Echse“ sitze auf einem abgelegenen Parkplatz in der Nähe der Bergbahnen Mellau. Da mit dem Einbruch der Dämmerung Not am Mann war – die Nächte werden im Bregenzerwald in diesen Tagen schon sehr kalt – war Eile geboten. Beim Eintreffen der Helfer saß tatsächlich mitten auf dem Parkplatz eine respektable Echse, die sich widerstandslos retten ließ. Ihr machte die Abendkühle bereits sichtlich zu schaffen.

Nach zwei Nächten bei frischen Früchten, einer Heizlampe, Heizmatte und jeder Menge Wasser – vorzugsweise aus der Sprühflasche über den Echsenkörper verteilt, fand sich schnell eine mittel- bis langfristige Unterbringungsmöglichkeit in der Inatura in Dornbirn, Frau Dr. Schmid war schnell mit Rat und Tat zur Seite. Wie sich mittlerweile herausstellte, handelt es sich bei der Echse um eine grüne Wasseragame, ein gut ausgewachsenes Prachtexemplar mit einer Länge von zirka 30 Zentimetern ohne Schwanzspitze. Letzere hatte der Ausreißer offenbar bei einer Auseinandersetzung mit einem Räuber verloren – nichts ungewöhnliches, analog zu heimischen Reptilien.

Weiter unklar ist auch bislang, wie die Agame sich auf den Parkplatz verirrte. Zwei Optionen stehen zur Wahl: Entweder ist sie dem Besitzer ausgebüchst, oder wurde aufgrund der neuen Tierschutzgesetzgebung, die die Haltung dieser Reptilien an strenge Auflagen knüpft, von ihrem bisherigen Halter ausgewildert. Bei letzterer Option ist fraglich, wie lang die Agame schon draußen herumirrte, jedenfalls machten ihr wohl die sinkenden Temperaturen zu schaffen. Denkbar ist, dass sie sich am besagten Tag auf dem warmen Kiesparkplatz gesonnt hat, und bei Sonnenuntergang vor lauter Kälte in eine Starre verfallen ist, wo sie vielleicht des Nachts bei Temperaturen um 5 bis 6 Grad erfroren wäre.

Nun befindet sich die Agame in guten Händen erfahrener Biologen der Inatura in Dornbirn und wird dort vorerst mittelfristig ein artgerechtes Terrarium eingerichtet bekommen. Wenn sich langfristig der Eigner nicht meldet, wovon aufgrund der Rechtssituation auszugehen ist, wird das Tier wohl einen langfristigen Platz in Dornbirn bekommen.

Rückfragen erbeten an das Büro von HUMANITAS unter 0699/10043440.

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