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Rendi-Wagner erwartet gutes Ergebnis für Dornauer

Georg Dornauer stellt sich der Wahl zum Tiroler SPÖ-Vorsitzenden
Georg Dornauer stellt sich der Wahl zum Tiroler SPÖ-Vorsitzenden ©APA
Der Landesparteitag der Tiroler SPÖ hat am Samstag im Innsbrucker Haus der Musik begonnen.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner zeigte sich im Vorfeld überzeugt, dass Georg Dornauer bei der Wahl zum neuen Vorsitzenden ein gutes Ergebnis erhalten werde. Ihr kurzfristig zugesagtes Kommen begründete sie damit, dass es darum gehe, “Klarheit zu schaffen”, meinte sie vor Journalisten.

SPÖ stärken

Die Partei müsse Geschlossenheit zeigen. Sowohl die Tiroler SPÖ als auch die SPÖ insgesamt werde gestärkt aus diesem Parteitag hervorgehen, zeigte sich die Parteichefin überzeugt. In der Frage, ob der neu gewählte Tiroler SPÖ-Chef in die Bundesparteigremien einziehen werde, erklärte Rendi-Wagner: “Ich werde dazu heute in meiner Rede klare Worte finden.” Die SPÖ-Chefin hatte den 35-Jährigen nach dessen als sexistisch gewerteten “Horizontal-Sager” in Richtung der grünen Landesrätin Gabriele Fischer im Tiroler Landtag für alle Bundesparteigremien gesperrt.

Die Tiroler SPÖ wählt heute, Samstag, auf einem ordentlichen Landesparteitag im Haus der Musik in Innsbruck einen neuen Vorsitzenden. Als einziger Kandidat stellt sich Dornauer dem Votum der über 400 Delegierten. Der 35-Jährige wurde bereits im November zum Nachfolger von Elisabeth Blanik designiert wurde.

“Öffentliche Diskussion nutzt nicht”

Rendi-Wanger hat beim Landesparteitag innerparteiliche Grenzen abgesteckt. Sowohl die öffentlich geführte parteiinterne Diskussion über den Einzug des neuen Landesvorsitzenden Georg Dornauer in die Bundesparteigremien als auch die Debatte über die Sicherungshaft waren keineswegs hilfreich.

“Diese öffentlichen, medialen Diskussionen haben uns nicht genutzt”, kritisierte Rendi-Wagner: “Sie haben uns im Bemühen um Geschlossenheit nicht gestärkt.” Diese sei aber die Bedingung für künftige Erfolge. “Wir dürfen uns nicht in interne Debatten verstricken, sondern müssen Problemlösungen für die Menschen bieten”, so die SPÖ-Vorsitzende.

Der “Horizontale”-Sager Dornauers in Richtung der grünen Landesrätin Gabriele Fischer sei inakzeptabel gewesen, so die SPÖ-Chefin. Dornauer habe sich danach entschuldigt und die Sanktion in Form des Ausschlusses aus den Bundesparteigremien akzeptiert. “Wem hat es jetzt genutzt, dass Du diese Diskussion neuerlich öffentlich geführt hast”, fragte die SPÖ-Chefin in Richtung Dornauers: “Lassen wir das doch sein. Es hilft uns nicht weiter.” Sie stehe voll hinter der Tiroler SPÖ, versicherte die Bundesparteivorsitzende. Tirol sei in den Bundesgremien der Partei durch engagierte Mitstreiter gut vertreten, meinte Rendi-Wagner und erteilte damit zumindest indirekt einen Einzug Dornauers eine Absage.

(APA)

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