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Dorfi fährt zu zweiter Goldmedaille

Nach ihrem Abfahrtstriumph gewann die 32-jährige Michaela Dorfmeister am Montagnachmittag auch den olympischen Super G in San Sicario. Bronze ging an Alexandra Meissnitzer. Reaktionen

Michaela Dorfmeister und Alexandra Meissnitzer haben einen der erfolgreichsten Olympia-Tage von Österreichs Alpinen perfekt gemacht. Nach Benni Raich und Hermann Maier holten auch die beiden ÖSV-Damen in San Sicario im Super G Gold und Bronze. Dorfmeister machte sich fünf Tage nach ihrem Abfahrtssieg damit zur ersten ÖSV-Doppel-Olympiasiegerin seit Petra Kronberger. Und sie verhinderte das fünfte Olympia-Gold für Janica Kostelic, die sich um 0,27 Sekunden geschlagen geben musste.

Der wegen Nebels auf Montag verlegte Super G ging bei bestem Wetter über die Bühne. Der Kurs war aber trotz aller Bemühungen vom Kurssetzer, ÖSV-Abfahrtschef Jürgen Graller, mit Ausnahme der Sprünge eine reine Hocke-Partie. Und wegen der vorangegangenen Schneefälle ein Ski-Derby. Doch Dorfmeister ließ nichts anbrennen, fuhr mit Startnummer 30 wie schon in der Abfahrt wie auf Schienen und fehlerlos als letzte der Favoritinnen erneut zum Sieg. Nur ganz oben, nach 15 Fahrtsekunden, lag die 32-Jährige hinter Kostelic (+0,16), danach drehte Dorfmeister aber groß auf. “Ich konnte meine Ski fast nicht bändigen, die sind gegangen wie die Hölle”, berichtete sie nach ihrer Triumphfahrt. “Doppel-Olympiasiegerin zu sein ist unglaublich”, jubelte die 32-jährige Niederösterreicherin, die nach dieser Saison ihre Karriere beendet. “Ich höre auf dem Höhepunkt auf”, legte sich Dorfmeister nochmals ultimativ fest.

Überglücklich war auch Alexandra Meissnitzer, die sich eine Medaille zum Ziel gesetzt hatte und diese schließlich hauchdünn drei Hundertstel vor der Kanadierin Kelly Vanderbeek erreichte. “Das war meine letzte Chance, noch eine Olympiamedaille zu holen. Gott sei Dank ist es sich ausgegangen”, atmete die ebenfalls 32-jährige Salzburgerin auf.

Zu den geschlagenen Favoritinnen gehörte neben Anja Pärson (12.) vor allem Renate Götschl. In ihrem letzten Olympia-Rennen wurde die “Speed Queen” als 26. mit 2,36 Sekunden Rückstand deklassiert. Die Steirerin wird nun die Saison vorzeitig beenden, weil sie seit Cortina mit einem gerissenen Inneband fährt. Wie schon in der Abfahrt verlor sie sukzessive vom Start bis ins Ziel und zuckte im Ziel machtlos mit den Schultern. Sie wurde sogar von der 20-jährigen Olympia-Debütantin Andrea Fischbacher um fast eine Sekunde distanziert. Die Salzburgerin wurde 13. “Die Fahrt war okay, die Zeit passt halt nicht dazu. Ich weiß nicht wirklich, was ich falsch gemacht habe”, rätselte die Markenkollegin von Dorfmeister.

SKI ALPIN – Super G Damen:
Michaela Dorfmeister (AUT)
Janica Kostelic (CRO)
Alexandra Meissnitzer (AUT)
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