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Dopingtests: Eventuell Donnerstag

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtete unter Bezugnahme auf eine namentlich nicht genannte Quelle, dass die - auch auf EPO untersuchten - Tests der österreichischen Athleten am Donnerstag abgeschlossen sind.

„Die Ergebnisse sind morgen (Donnerstag/Anm.) zur Mittagszeit bekannt“, so die zitierte Quelle.

Vorheriger Bericht

Die Ergebnisse der am vergangenen Samstag an zehn österreichischen Athleten genommenen Dopingtests liegen weiterhin nicht vor. Das hat IOC-Pressesprecherin Giselle Davies am Mittwoch im Morgenbriefing des IOC in Turin gesagt. Aus dem Büro von IOC-Chef Rogge sei aber etwas präziser zu erfahren gewesen, dass es doch bis Samstag so weit sein könnte, sagte ÖOC-Chef Heinz Jungwirth auf APA-Anfrage.

Die Ergebnisse dieser Tests seien nur ein Teil des „großen Bildes“, das man sich von der ganzen Affäre machen wolle, erklärte Davies. Die Analyse von Tests dauert normalerweise 72 Stunden. „Dieses Zeitfenster ist aber eine Schätzung. Das ist nicht so eine einfache Sache wie Fiebermessen“, so Davies.

Es gehe laut Davies um das „große Bild“, momentan konzentriere man sich aber auf die Dopingtests. Auf die Frage, ob die Ergebnisse noch während der Spiele vorliegen könnten, sagte Davies: „Prinzipiell würde ich sagen ja. Aber es geht nicht darum, ob sie da sind, bevor die Spiele aus sind, sondern wie lange die Labors benötigen. Wir untersuchen sehr genau und gewissenhaft. Die Labors machen hunderte von Tests, das kann einige Tage dauern.“

Über die Einsetzung der Disziplinarkommission (Vorsitz hat der deutsche IOC-Vizepräsident Thomas Bach), wie es IOC-Chef Jacques Rogge am Dienstagabend angekündigt hatte, wurde noch nicht entschieden. „Das IOC will den Fall vollständig prüfen, derzeit ist aber noch keine Kommission eingesetzt worden“, sagte Davies. Das sei auch nicht der Punkt. Man warte auf die Ergebnisse der Doping-Tests sowie die Erkenntnisse der Polizei-Razzia. Erst dann werde IOC-Präsident Jacques Rogge über die Einsetzung der Kommission entscheiden.

Das kann oder wird wahrscheinlich sogar erst nach den Spielen passieren. „Das war auch schon vor vier Jahren so“, sagte dazu Jungwirth in Erinnerung an die Blutbeutelaffäre von Salt Lake City. Dort war die Affäre aber erst nach den Spielen aufgeflogen.

„Erster Ansprechpartner für das IOC ist das ÖOC, dann die Nationalen Verbände und am Ende auch Einzelpersonen. Ich glaube aber nicht, dass das schon jetzt während der Spiele losgeht“, sagte Jungwirth bezüglich der Disziplinarkommission. „Auch wir warten zunächst einmal auf die Ergebnisse der Tests.“ Bis dahin mache es auch für das ÖOC keinen Sinn, mit dem IOC diesbezüglich zusammen zutreffen. „Ich weiß heute nicht mehr als damals“, so Jungwirth.

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