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Doping: Zentrifuge auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren untersucht

Das Bundeskriminalamt (BK) hat am Dienstag in Absprache mit der Staatsanwaltschaft Wien Einzelheiten zu der Blutzentrifuge bekanntgegeben, die vor wenigen Tagen gemeinsam mit einem Blutabnahme-Gerät in der Budapester Wohnung des Sportmanagers Stefan Matschiner beschlagnahmt werden konnte.

Sie wurde mittlerweile nach Wien geschafft, was einigen Sportlern den Atem stocken lassen könnte: Sie wird nämlich nun von Spezialisten auf Fingerabdrücke und DNA-Spuren untersucht.

“Es ist selbstverständlich möglich, dass verwertbare Spuren gefunden werden”, meinte BK-Sprecher Gerald Tatzgern am Dienstagnachmittag gegenüber der APA – Austria Presse Agentur. Sollte das der Fall sein, wäre über den Abgleich mit genetischem Datenmaterial von Verdächtigen “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit” feststellbar, wer die Zentrifuge genutzt hat, bestätigte Tatzgern.

“Das Gerät wurde 2008 angeschafft. In welchem Halbjahr wissen wir noch nicht”, sagte der BK-Sprecher. Auch die genauen Besitzverhältnisse sind offenbar noch nicht ganz geklärt.

Matschiner, der unter dem Verdacht des seit August 2008 verbotenen Blutdopings und der Weitergabe illegaler Doping-Präparate in U-Haft sitzt, hatte im Zuge einer Einvernahme von einer von ihm angemieteten 50 Quadratmeter-Wohnung in der ungarischen Hauptstadt erzählt. Die Ermittler der “SoKo Doping” stießen dort auf die Zentrifuge und das Blutabnahme-Gerät, die gemeinsam einen Wert von 75.000 Euro darstellen sollen.

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