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Doping: Sieben Festnahmen wegen Anabolikahandels in Ostösterreich

Bei velen der Beschuldigten wurden Anabolika in rauen Mengen gefunden
Bei velen der Beschuldigten wurden Anabolika in rauen Mengen gefunden ©KA-NÖ (EB Umwelt)
Die niederösterreischische Einsatzgruppe Anabolika hatte in den letzten Monaten großen Erfolge im Kampf gegen gefälschte Dopingmittel: 11.406 Ampullen und 89.660 Tabletten wurden sichergestellt, 7 Personen festgenommen.
Anabolika-Handel in Ostösterreich

Das Anti-Doping-Referat im Bundeskriminalamt bekämpft seit 2007 die organisierte Kriminalität hinter dem Doping im Sport. Der Handel mit Anabolika, bei denen es sich fast ausschließlich um gefälschte Arzneimittel handelt, soll damit eingedämmt werden. Nach dem Anti-Doping-Bundesgesetz drohen im Zusammenhang mit solchen Delikten Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren.

Die Einsatzgruppe Anabolika des Landeskriminalamtes Niederösterreich, die bereits seit 2009 besteht, konnte bis März 2011 insgesamt 30 Festnahmen von hauptsächlich international agierenden Anabolikahändlern verzeichnen und dabei mehr als zwei Tonnen Anabolika, Hormone und Stimulanzien beschlagnahmen.

Große Erfolge im Kampf gegen Anabolika-Handel

Seit März 2011 gelangen der Einsatzgruppe Anabolika in enger Zusammenarbeit mit dem Anti-Doping-Referat und Observation des Bundeskriminalamtes insgesamt wiederum 7 Festnahmen von Beschuldigten, die mit den Substanzen gehandelt haben sollen. Die Angeklagten wurden in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland gefasst.

In den darauffolgenden Amtshandlungen wurden 11.406 Ampullen und 89.660 Tabletten von Totalfälschungen von Anabolika, Hormonen und Stimulanzien sichergestellt. Diese hatten einen Straßenverkaufswert von rund 170.000 Euro, wie die Exekutive am Mittwoch berichtete.

Die Präparate dürften überwiegend aus Untergrundlabors in Russland, China und den ehemaligen Ostblockstaaten stammen. Teilweise stehen die Beschuldigten miteinander in Zusammenhang, näheres war am Mittwoch aber noch nicht zu erfahren. Die erste Amtshandlung ereignete sich im April. In einer Parkgarage in Wien-Neubau nahmen Kräfte des Einsatzkommandos Cobra Wien, des Bundeskriminalamtes und des Landeskriminalamtes NÖ einen 34-jährigen Mann aus Ungarn fest. Gergely H. hatte in seinem Wagen 50 Ampullen Sustanon und Testobol im Wert von rund 2.000 Euro und wurde in die Justizanstalt Krems eingeliefert. H. war geständig.

Viele Verdächtigte handelten Anabolika in großem Stil

Mitte Juni wurden ein 34-Jähriger aus dem Bezirk Baden und seine 31-jährige Lebensgefährtin im Burgenland aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gefasst. Die beiden standen im dringenden Verdacht, seit mindestens dem Jahr 2011 gewerbsmäßig große Mengen Anabolika, Hormone und Stimulanzien in Verkehr gebracht zu haben. Der 34-jährige Andreas S. soll laut Polizei Anabolika und andere Mittel aus Sopron (Ungarn) illegal eingeführt haben und hatte bei der Festnahme auch eine Sporttasche mit Dopingmitteln bei sich, die er in Ungarn gekauft hatte. Bei Haus- und Fahrzeugdurchsuchungen wurden bei den beiden Verdächtigen 3.200 Tabletten, 150 Ampullen Antibiotika, Hormone und Stimulanzien gefunden. Das Paar sei in die Justizanstalt Wiener Neustadt gebracht worden und zeigte sich geständig.

Drei weitere Tatverdächtige wurden Ende September in Wien ausgeforscht. Der 39-jährige Andreas Z. und der 34-jährige Manuel N. wurden an ihren Wohnadressen in Wien-Floridsdorf und Wien-Donaustadt festgenommen. Die beiden standen im dringenden Verdacht, über einen längeren Zeitraum wiederholt in großen Mengen Anabolika, Hormone und Stimulanzien konsumiert und gewerbsmäßig gehandelt zu haben. Bei dem Älteren wurden 10.771 Ampullen und 85.100 Tabletten offensichtlicher Fälschungen von Anabolika und Co. im Wert von rund 150.000 Euro sichergestellt, bei dem Jüngeren 680 Stück Anabolika, Hormone und Stimulanzien, ebenfalls offensichtliche Totalfälschungen.

Beamten wurden bei Hausdurchsuchungen vielfach fündig

Am selben Tag wurde auch eine Hausdurchsuchung bei Gerald S., einem weiteren 34-Jährigen aus Wien-Donaustadt durchgeführt, bei der neben zahlreichen Dopingmitteln auch Schlagruten und -ringe sowie eine Pistole, ein Taser und 2,8 Kilogramm Marihuana sowie diverses Hanfaufzuchtmaterial sowie Suchtgiftutensilien gefunden wurden.

Alle drei wurden in Wiener Neustadt in U-Haft genommen. Andreas Z. und Manuel N. sind geständig, in einem Zeitraum von mehreren Jahren Anabolika, Hormone und Stimulanzien fast ausschließlich zu Gewinnzwecken in Österreich vertrieben zu haben. Gerald S. verweigerte teilweise die Aussagen. Auch einem ihrer Lieferanten, den 40 Jahre alten Wiener Manfred R., wurde nach einem Hinweis von Andreas Z. das Handwerk gelegt. Für ihn klickten die Handschellen Anfang Oktober. R. wurde in die Justizanstalt Wr. Neustadt eingeliefert.

Hinweise betreffend Anabolikahandel werden an das Landeskriminalamt Niederösterreich, Ermittlungsbereich Umweltkriminalität, Einsatzgruppe Anabolika, unter der Telefonnummer 059133-30 DW 3403 oder 3407 erbeten.

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