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Donadoni sieht Spione auf Bäumen

©AP
Nur 15 Minuten durften die Medienvertreter dem Abschlusstraining der Italiener im Letzigrund-Stadion beiwohnen, dann mussten sie die Arena verlassen.

Roberto Donadoni wollte offensichtlich weiter das Geheimnis gehütet wissen, welche Änderungen er (bis zu fünf könnten es sein) gegenüber dem missglückten Spiel gegen die Niederlande nun plante. In der anschließenden PK gab er dann mit Del Piero und Chiellini doch die Namen von zwei der Neuen preis.

Zum Scherzen war dem Coach auch (noch) zumute. Er habe schon verstecke Kameras, vielleicht auch von Rumänen, gesehen. Von auf Bäumen sitzenden oder hinter Büschen lauernden “Spionen” war die nicht unbedingt ernst gemeinte Rede. Dass vielleicht die Italiener beim Gegner spionieren könnten, wies Italiens Teamchef allerdings weit von sich: “Wir spielen hier nicht James Bond.”

Ebenfalls kategorisch dementierte Donadoni, dass er in der Pressekonferenz nach der Pleite im Auftaktspiel – wie von irgendjemand im anderen Lager kolportiert – gesagt hätte, “zum Glück spielen wir nun gegen die Rumänen”. Das wäre ja extrem kontraproduktiv, damit mache man ja nur den Gegner heiß, so der (fast) immer ruhig und gelassen wirkende CT. Wer die italienischen Trainer und Spieler seit Jahrzehnten kennt, weiß, dass sie auch aus einem anderen Grund – zumindest offiziell – die jeweiligen Kontrahenten nie schlechtreden. Denn ein Sieg wäre dann ja eine Selbstverständlichkeit und nicht viel wert und eine Niederlage umso peinlicher.

Roberto Donadoni gibt sich oft auch als Philosoph. Befragt, ob er oder seine Akteure vor dem (vor)entscheidenden Spiel gegen die Rumänen Angst hätten, meinte der Teamchef: “Angst ist nicht immer etwas Negatives. Sie ist menschlich, wir sind keine Roboter. Entscheidend ist aber, wie wir mit ihr umgehen und sie bewältigen.”

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