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Dominanz beenden

Blau-Weiß und Silber feierten in Suzuka mit Weltmeister Michael Schumacher, doch in der neuen Saison wollen sie die Dominanz der Roten mit allen Mitteln beenden.

“Unser Thema heißt ganz klar: Wie schlägt man Ferrari? Daran arbeiten wir”, sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug. BMW-Motorsport-Direktor Mario Theissen rätselte: “Die Frage ist nur, wie kommen wir ran.” Ferrari-Teamchef Jean Todt gab der Konkurrenz beim Saison-Kehraus in Japan genüsslich Nachhilfe-Stunden: “Die anderen Teams müssen sich verbessern und wettbewerbsfähiger werden, damit die Formel 1 wieder ein wenig spannender wird.”

In Stuttgart und München sind die Weichen zur Aufholjagd auch ohne Regeländerung gestellt. Beide Konzerne rüsten auf. Die Schwaben sind bei McLaren beteiligt, haben die Mehrheit beim Motorenhersteller Ilmor übernommen. Die Bayern denken über einen Einstieg bei Williams oder über den Bau des Formel-1-Autos in Eigenregie nach. 2004 läuft der Kontrakt zwischen den Briten und den Deutschen aus. “Ich möchte am liebsten einen Vertrag für immer mit BMW abschließen. Es wäre ideal für uns, wenn BMW Anteile am Team kaufen würde. Das würde uns eine größere Sicherheit geben”, findet Williams.

“Unser Gesamtpaket war dieses Jahr nicht konstant genug. Wir hatten mehrere Motorschäden, die nicht hätten passieren dürfen. Unser Chassis ist zwar mechanisch nicht schlecht, reicht aber aerodynamisch absolut nicht aus”, beschreibt Williams-BMW-Pilot Ralf Schumacher den Grund für die Misere bei der Aufholjagd auf seinen Bruder.

“Es liegt viel Arbeit vor uns”, weiß auch Mercedes-Mann Norbert Haug. Der Stuttgarter Großkonzern verstärkt sein Engagement rund um die Königsklasse in allen Bereichen. “Wichtig war, dass bei uns ein leichter Aufwärtstrend bei den letzten Rennen zu erkennen war”, sagte Haug. “Aber wir müssen realistisch bleiben. Die Ferraris könnten noch schneller fahren.”

“Was uns angeht, so können wir es ein wenig lockerer angehen, denn wir haben unseren Job erledigt und können entspannen, bis das neue Auto fertig ist”, freute sich Michael Schumacher.

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