Doch "Alpenfaktor" in EU-Plänen für neue Lkw-Maut

Auf Drängen Österreichs wird es in dem Vorschlag für die neue EU-Wegekostenrichtlinie doch einen "Alpenfaktor" in der Lkw-Maut geben. Wie am Dienstag aus EU-Kreisen verlautete, soll es für die Alpenregion insgesamt höhere Umweltaufschläge geben.

Wie hoch diese Zuschläge sein werden, werde noch verhandelt. Vor Beginn der Kommissionssitzung gab es noch ein Gespräch zwischen Außenkommissarin Ferrero-Waldner und Verkehrskommissar Tajani, der den Gesetzesentwurf am Nachmittag in Straßburg präsentieren wird. Der Vorschlag der EU-Kommission sieht erstmals einen Aufschlag für die vom Schwerverkehr – konkret durch Abgase, Lärm und Staus – verursachten Umwelt- und Gesundheitskosten vor.

Die Aufschläge werden laut Expertenberechnungen zwischen 3 und 7 Cent pro Kilometer betragen: Sie werden höher sein, je älter bzw. Abgas-intensiver ein Brummer ist, auf Straßen in dichter besiedelten Gebieten und wenn in der Nacht bzw. zu Verkehrsspitzenzeiten gefahren wird. Hier sollte es nach dem Wunsch von Österreich noch Sondertarife für Bergregionen geben.

Mit einem solchen “Alpenfaktor” könnten die geplanten Umweltzuschläge auf Autobahnen in Bergregionen – also auch auf der Tauernautobahn, im Rheintal, der Pyhrnautobahn, im Unterinntal, Kärnten und möglicherweise auch auf bestimmten Strecken in Ostösterreich – zumindest verdoppelt bzw. verdreifacht werden, so ein Insider.

Auf der Brennerstrecke, auf der jetzt schon ein Zuschlag von 25 Prozent für den Bau von Alternativrouten verrechnet werden darf, würde dieses Modell zwar weiter keine oder nur eine geringe Erhöhung der Maut für alte Lkw mit besonders hohem Schadstoffausstoß bringen. Hier hatte Österreich auf eine deutliche Anhebung gehofft, nicht zuletzt um den Umwegverkehr aus der für Lkw deutlich teuereren Schweiz besser abzuhalten.

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