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Djuric lebt seinen Traum

Vor fünf Jahren hat Aleksandar Djuric in Hard begonnen, Basketball zu spielen. Jetzt wollen sich vier spanische Topteams die Dienste des gebürtigen Bregenzers sichern.

“VN”: Mit 15 Jahren ging es in Hard in der Landesliga los. Jetzt bist du 20, wirst in Spanien auf Korbjagd gehen. In fünf Jahren ist viel passiert?
Djuric: “Stimmt, eigentlich hat alles mit einem frustrierten Arztbesuch begonnen. Ich wollte wissen, wie groß ich noch werde, da hab ich mir meine Handwurzel röntgen lassen. Der Arzt hat mir dann gesagt, dass ich mit 2,08 bis 2,10 m rechnen müsse, ich war vielleicht sauer.”

“VN”: Und wie ist es dann weitergegangen?
Djuric: “Ich hab mich nach meinem Arztbesuch auf die Couch geschmissen und den Fernseher eingeschaltet, es kam Basketball. Die Bulls haben gespielt, damals noch mit “Air” Jordan. Da war mir klar, was ich mit meiner Größe machen kann. Ich hab mir die Spiele auf Video aufgenommen und immer wieder die Wurftechniken und die Laufwege studiert und probiert umzusetzen. Na ja, es hat wohl funktioniert. Mein erstes Spiel hab ich dann mit 15 für Hard gemacht.”

“VN”: Wie kam der Wechsel nach Kapfenberg zustande?
Djuric: “Dornbirn-Macher Markus Mittelberger ist ein guter Freund von Michi Schrittwieser, dem Manager von Kapfenberg. Markus hat mich in Feldkirch beobachtet, der Wechsel war allerdings an die Bedingung geknüpft, dass ich meinen HASCH-Abschluss mache. In Kapfenberg habe ich meinen ersten Profivertrag unterschrieben.”

“VN”: Wie werden spanische Teams und die NBA auf einen Spieler in Kapfenberg aufmerksam?
Djuric: “Mit Kapfenberg spielte ich im Europacup, brachte es im Schnitt auf 23,1 Punkte. Am 1. Oktober, dem schönsten Tag in meinem Leben, haben wir im Europacup gegen Ourense, dem besten Zweitliga-Team Spaniens, gespielt, ich habe 38 Punkte gemacht. Das hat sich bis Amerika durchgesprochen. Diesen Sommer hat mich dann die NBA auf ihre Trainingscamps in den Staaten eingeladen. 75 Spieler waren im Camp, 60 Collegespieler aus Amerika und fünfzehn Spieler aus Europa und dem Rest der Welt.”

“VN”: Was passiert auf solchen Camps?
Djuric: “Ich hab gute Werbung für den österreichischen Basketball machen können. Abseits vom Court habe ich Kontakte zu Agenten, Scouts und Coaches aus der NBA geknüpft. Ein Riesenerfolg war der Vertrag mit SFX, der weltweit größten Agentur für Profisportler – die Agentur vermarktet auch Andre Agassi und David Beckham. Sie kümmern sich um meine Spieler- und Werbeverträge, dafür bekommen sie 20 Prozent der Einnahmen. Auf Anraten einiger Scouts wurde ich aus dem diesjährigen Drafts zurückgezogen, im nächsten Jahr werde ich auf 30 bis 35 eingestuft.”

“VN”: Welche spanischen Klubs interessieren sich für dich, welche aus der NBA sind deine Favoriten?
Djuric: “In Spanien sind es Malaga, Valencia, Real Madrid und Vitoria Taures. Wo ich landen werde, hängt von zwei Trainern ab. Zum einen ist es Dusan Ivkovic und zum anderen Zeljko Obranovic. Beiden liegen Angebote von Taures bzw. Real vor. Kommt einer von beiden, gehe ich mit ihm zum gleichen Verein. In der NBA ist grundsätzlich jedes Team interessant.”

“VN”: Wie wirkt sich dein Wechsel nach Spanien auf deinem Konto aus?
Djuric: “Ich werde in Spanien das Zehnfache meines letzten Gehalts in Kapfenberg verdienen. Mit dem Geld möchte ich meiner Familie ein schönes Leben sichern und sparen für meine Zeit nach dem Basketball.”

Aleksandar Djuric

Geboren: 2. August 1982, Bregenz
Nationalität: Jugoslawisch-österreichisch
Laufbahn: Hard, Feldkirch (1998/ 99), Montan Bears Kapfenberg (1999/2000 bis 2002/03)
Größe: 2,10 m
Gewicht: 110 kg
Schuhgröße: 48
Position: Power-Forward

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