Dinko Jukic über 200 m Delfin WM-Sechster

Dinko ging das Rennen zu schnell an
Dinko ging das Rennen zu schnell an ©APA (Jaeger)
Der Österreicher Dinko Jukic hat am Mittwoch in seinem ersten Langbahn-WM-Finale Rang sechs belegt. Der 20-Jährige schlug in Rom über 200 m Delfin in 1:55,08 Minuten an, womit er seinen am Vortag fixierten österreichischen Rekord um 66/100 verpasste. An den Medaillen schwamm Jukic um 1,76 Sekunden vorbei. US-Superstar Michael Phelps verbesserte in 1:51,51 Minuten seinen Weltrekord um 52/100.

Der Kurzbahn-Vizeeuropameister über diese Distanz war als Semifinal-Vierter mit gewissen Hoffnungen auf einen Top-Drei-Platz in diesen Endlauf gegangen, doch der neben ihm schwimmende Michael Phelps brachte ihn mit seinem unwiderstehlichen Weltrekordlauf etwas aus dem Konzept. Anstatt sich am US-Superstar zumindest etwas orientieren zu können, verlor Jukic das Gefühl für das eigene Tempo.

Nur 67/100 Rückstand auf Phelps bei der ersten Wende waren für den OSV-Jungstar zu viel des Guten. Schon bei Halbzeit des Rennens hatte er 1,95 Sekunden Rückstand und lag nur noch auf Rang sechs. Vorwerfen konnte sich der Student aber nichts. “Ich hatte mit dem Finale schon alles, was ich mir vorgenommen hatte. Ich habe von Anfang an gekämpft, bin ein volles Rennen gegangen. Schließlich bin ich jetzt Sechster auf der Welt.”

Im Vergleich zu den Olympischen Spielen 2008 in Peking ist das in der Tat eine Steigerung um vier Plätze sowie die bisher beste OSV-Platzierung bei diesen Titelkämpfen. Jukic hat bei diesen Weltmeisterschaften noch am Schlusstag die 400 m Lagen zu bestreiten, sein Hauptaugenmerk lag aber ganz klar auf den 200 m Delfin. Seinen Vorlauf über 200 m Lagen am Mittwochvormittag verbummelte er, um seine Chancen im Delfin-Endlauf zu erhöhen.

Und der Jugend-Weltmeister 2006 dachte auch schon weiter voraus. “Ich hoffe, dass Phelps noch einige Jahre schwimmt, damit ich die Möglichkeit habe, ihn zu besiegen”, meinte Jukic. Diesmal fehlte ihm dafür u.a. das Stehvermögen. “Auf den letzten 20 Metern hat mir die Kraft gefehlt”, sagte der Wiener. “Aber ich muss schnell angehen, wenn ich auf diesem Niveau mithalten will.”

Diesmal freilich zog Phelps noch allen davon. Der Pole Pawel Korzenioski sicherte sich in 1:53,23 und 9/100 vor dem Japaner Takeshi Almeida Silber.

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