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Digitalisierung hat den Autohandel verändert

CR Marc Springer mit Christoph Gerster.
CR Marc Springer mit Christoph Gerster. ©VOL.AT
Christoph Gerster vom gleichnamigen Autohaus mit Standorten in Dornbirn, Koblach, Hard und Bludenz über die Digitalisierung im Autohandel und was er von Elektroautos hält.

Die Digitalisierung hat die Automobil-Industrie längst erfasst – nicht nur in der Entwicklung und Produktion sondern auch im stationären Handel. Das beginnt beim Beratungsgespräch und endet bei der Konfiguration eines Neuwagens. „Jeder Kunde, der zu uns kommt, hat sich bereits vorinformiert“, sagt Christoph Gerster von Auto Gerster im Gespräch mit VOL.AT. „Das ist angenehm, weil der Kunde unsere Mitarbeiter als Berater nutzt, die sich auf das Wesentliche konzentrieren können.“ Durch die Vorabrecherche im Netz wissen die Kunden laut Gerster meist ganz genau, was sie wollen und sich von einem Auto erwarten. So gesehen ergibt das für Käufer und Verkäufer eine Win-Win-Situation.

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Ein weiterer positiver Effekt der Digitalisierung zeigt sich bei der Konfiguration eines Neuwagens für Händler und Käufer. Während man das früher alles noch aus dem Prospekt heraus machen musste, gibt es heute elektronische Plattformen dafür. „Da wird zum Teil in Echtzeit mit dem Hersteller kommuniziert“, informiert Gerster. „So weiß man schnell, welche Features gerade verfügbar sind – das ist gerade in Corona-Zeiten ein sehr heißes Thema, weil Lieferketten zum Teil unterbrochen sind.“

Digitale Spielereien

Die Kundenwünsche, wenn es um digitale Spielereien im Auto geht, sind laut Gerster breit gefächert. Für die einen muss das Auto nur fahren können, andere hingegen möchten einfach alle Werte kennen. „Es gibt Kunden, die möchten vom Treibstoffverbrauch über Standort- und Streckendaten alles wissen.“ Das Bedürfnis der ständigen Vernetzbarkeit – auch im Auto – sei stark gestiegen. Viele Kunden wollen auch die Zeit im Auto produktiv gestalten und nutzen diese für längere Telefonate, das Checken oder Versenden von E-Mails und vielem mehr wie Gerster weiter informiert.

„Händler ihres Vertrauens“

Obwohl auch in Vorarlberg der stationäre Handel mit Verkaufsplattformen im Netz konkurriert, glaubt Gerster, dass eine große Mehrheit immer noch den „Händler ihres Vertrauens“ im Ländle bevorzugt. „Meiner Einschätzung nach sind etwa fünf Prozent der Kunden bereit auch online zu kaufen.“ 95 Prozent würden zum stationären Händler, weil es auch um Gewährleistung und Garantie gehe. „Das Auto ist mit sehr viel Emotionen verbunden: Das will man fühlen, riechen, fahren und es geht um relativ viel Geld.“ Aber auch umgekehrt sei es so, dass auch bei Auto Gerster Anfragen aus ganz Österreich für Autos eingehen. „Wir sind sicher auf mindestens 20 verschiedenen Plattformen präsent. So kann man von überall auf der Welt sehen, was bei uns verfügbar ist.“

Die digitale Werkstatt

Nicht nur die Produktion, der Handel und Verkauf von Autos ist digital geprägt, sondern auch vor der Werkstatt hat die Digitalisierung nicht Halt gemacht. „Nahezu jedes Auto, das bei uns in die Werkstatt kommt, muss mit digitalen Mitteln überprüft werden“, hält Gerster fest. Ein Großteil der KfZ-Techniker-Arbeit sei digitale Arbeit, wenn es auf die Fehlersuche gehe. „Im Fahrzeug sind unzählige Steuergeräte verborgen, die fehleranfällig sein können und den müssen wir dann finden.“ Trotz Einsatz von zahlreichen digitalen Hilfsmitteln würden viele Mitarbeiter laut Gerster noch gerne handwerklich tätig sein. „Beim Auto ist man sowohl handwerklich als auch digital tätig.“   

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"Elektroautos werden gefördert und gefördert, aber das ist allen anderen gegenübern unfair, weil sie im Vergleich zu einem normalen Auto immer noch viel teurer sind." Gerster plädiert dafür, dass man einen Austausch erst dann fördert, wenn ältere Autos von der Straße kommen und durch umweltfreundlichere ersetzt werden. "Heutzutage sagt man, dass ein ganz moderner Diesel-Motor schlechtere Luft ansagt als er hinten rauslässt." Die Nachfrage nach Elektro- und Hybridautos sei aber - vor allem von Institutionen - durchaus groß. "Leider sind es aber meistens Leute, die wenig Kilometer fahren, weil sich ein E-Auto besser rechnet, wenn man viele fährt", gibt er zu bedenken. Der ,normale Kunde' würde nach wie vor Autos mit Verbrennungsmotor bevorzugen. (VOL.AT)

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