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Schüler erhalten ab 2021/22 Laptops und Tablets

Österreichs Regierung will die Schulen zukunftsfit machen
Österreichs Regierung will die Schulen zukunftsfit machen ©APA - Georg Hochmuth
Bildungsminister Heinz Faßmann präsentierte den neuen Digitalisierungsplan für Österreichs Schulen.

Die Schüler der ersten Klassen an AHS-Unterstufen und Neuen Mittelschulen erhalten ab 2021/22 schrittweise Laptops bzw. Tablets. Das gab Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) am Mittwoch bekannt. Voraussetzung ist ein Digitalisierungskonzept der jeweiligen Schule sowie das Durchlaufen eines Auswahlverfahrens. Die Geräte bleiben bei den Schülern, dafür ist ein privater Nutzungsbeitrag vorgesehen.

Der nächste Schritt

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zog bei einer Pressekonferenz Parallelen zu den 1970er-Jahren. "Wir haben sehr stark davon profitiert, dass unter Bruno Kreisky die Schulbuchaktion eingeführt wurde. Das hat die Schule verändert und geprägt." Der nächste Schritt sei nun im 21. Jahrhundert die Ausstattung der Schüler mit Tablets und Laptops.

Devices für Schüler der 5. Schulstufe

Erhalten werden die mobilen Endgeräte jeweils die Schüler der fünften Schulstufe. Ausnahme: Im ersten Jahr 2021/22 sind sowohl die fünfte als auch die sechste Schulstufe umfasst. Bevor Schüler die Geräte ausgefolgt bekommen, muss aber ihre jeweilige Schule ein Digitalisierungs- und Nutzungskonzept vorlegen sowie eine Typenentscheidung treffen, so Faßmann. "Wir wollen eine Typenvielfalt am Standort vermeiden." Ansonsten seien Service- und Wartungskosten zu hoch. Der private Finanzierungsteil der Schüler soll 25 Prozent betragen, eine soziale Staffelung ist vorgesehen.

"Wir wollen die Geräte in den Sommermonaten nicht wegnehmen", begründete der Minister den Privatanteil. Mit den Eltern werde ein Nutzungsvertrag abgeschlossen, Details werden in den kommenden Monaten ausgearbeitet. So soll etwa geregelt werden, was bei einem Verlust passiert bzw. wie eine Versicherungslösung aussehen könnte.

Auch Lehrer bekommen Endgeräte

Darüber hinaus werden auch die Lehrer mit Endgeräten ausgestattet und im Bundesschulbereich im Zuge von Baumaßnahmen Computer-Arbeitsräume für die Pädagogen geschaffen. Ebenfalls an den Bundesschulen (AHS bzw. BMHS) soll die IT-Infrastruktur verbessert werden. "Die Schulen sind ganz gut mit IT-Infrastruktur ausgestattet, aber nicht sehr gut", meinte Faßmann. 65 Prozent verfügten über einen auf Glasfaser basierenden Breitbandanschluss, 55 Prozent über eine W-LAN-Ausstattung. Bis 2023 soll es eine flächendeckende Breitbandausstattung geben.

Weitere Eckpunkte

Jeder Schulstandort soll künftig nur auf eine Lernplattform zurückgreifen. "Die Eltern haben zurecht geklagt, dass es derzeit an einer Schule mehrere Plattformen gibt", so Faßmann. Außerdem wird über den Sommer das Portal "Digitale Schule" programmiert und ab kommendem Schuljahr die derzeit unterschiedlichen Anwendungen für digitale Klassenbücher, Notenverwaltungen und Mitteilungshefte integrieren. "Analoge Klassenbücher werden verschwinden." Investiert werde darüber hinaus auch in die Lehrerfortbildung sowie die digitalen Inhalte der Eduthek des Ministeriums.

Investition von 200 Millionen in die Digitalisierung

Insgesamt werden laut Kurz 200 Mio. Euro in das Paket investiert. Die Vorbereitungen dazu hätten bereits vor der Corona-Zeit begonnen, seien aber dann verzögert worden und würden nun vertieft. Für Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) wird damit das digitale Klassenzimmer Realität. Die Digitalisierung der Schule sei "auch die Eintrittskarte in ein erfolgreiches und spannendes Berufsleben".

(APA)

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