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Diese Bilder beweisen, dass Olympia doch Sinn macht

Schöne Bilder aus Rio de Janeiro.
Schöne Bilder aus Rio de Janeiro. ©APA, AFP
Bei den Olympischen Spielen treffen Kulturen und unterschiedliche Wertvorstellungen aufeinander. Wir haben mehrere Bilder gefunden, die den ursprünglichen Sinn der Olympischen Spiele, nämlich die Völker zu verbinden, einem wieder in den Sinn rufen und verdeutlichen.
Olympia: Kopftuch gegen Bikini
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Gewichtheberin aus dem Iran
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Ruderin aus dem Iran
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Kopftuch trifft auf Bikini beim Beach Volleyball

Egypt's Doaa Elghobashy (L) and Italy's Laura Giombini prepare to jump for the ball during the women's beach volleyball qualifying match between Italy and Egypt at the Beach Volley Arena in Rio de Janeiro on August 9, 2016, for the Rio 2016 Olympic Games. / AFP PHOTO / Yasuyoshi Chiba
Egypt's Doaa Elghobashy (L) and Italy's Laura Giombini prepare to jump for the ball during the women's beach volleyball qualifying match between Italy and Egypt at the Beach Volley Arena in Rio de Janeiro on August 9, 2016, for the Rio 2016 Olympic Games. / AFP PHOTO / Yasuyoshi Chiba ©Egypt's Doaa Elghobashy (L) and Italy's Laura Giombini prepare to jump for the ball during the women's beach volleyball qualifying match between Italy and Egypt at the Beach Volley Arena in Rio de Janeiro on August 9, 2016, for the Rio 2016 Olympic Games. / AFP PHOTO / Yasuyoshi Chiba

Bei Olympia treffen Welten und Kulturen aufeinander. Der Sport gerät fast in den Hintergrund, wenn muslimische Athletinnen mit Kopftuch gegen ihre Gegnerinnen im Bikini antreten. Für die Sportlerinnen aus dem Nahen Osten geht es dabei häufig um mehr als nur um Medaillen.

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Die britische konservative Zeitung “Daily Mail” schrieb vom “massiven kulturellen Riss zwischen westlichen und islamischen Frauenmannschaften”. Internet-Nutzer schimpften auf die Ägypterinnen oder lobten das Ganze als Völkerverständigung und Wiederentdeckung des olympischen Gedankens. Das Kopftuch ist im Fokus, weiß auch Publizistin Sineb el Masrar, Herausgeberin des multikulturellen Frauenmagazins “Gazelle”: “Durch das Kopftuch rückt der Glaube in den Vordergrund und nicht mehr der Sport.”

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Medien weltweit berichteten zuvor schon euphorisch über Ibtihaj Muhammad, die als erste US-Athletin mit dem Hidschab, dem arabischen Kopftuch, bei Olympia antritt und für ihr Land um Medaillen ficht. Und damit ist sie nicht alleine:

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Zahlreiche andere treten mit Kopftuch an: Die 24 Jahre alte Ayesha Shahriyar M. Albalooshi aus den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde als Außenseiterin zwar nur Letzte bei den Gewichtheberinnen, aber trotzdem von den Fans gefeiert. Und auch im Rudern sitzt in der 22-jährigen Mahsa Java aus dem Iran eine Sportlerin mit Kopftuch im Einer.

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Dass immer mehr Frauen bei Olympia mit Kopftuch antreten, zeigt aber auch einen generellen gesellschaftlichen Wandel – nicht nur im Nahen Osten. Der Anteil der Frauen bei den Spielen hat zugenommen: Waren 1908 in London nur 27 der 2000 Teilnehmer Frauen, sind es heute rund 45 Prozent. Und auch die Kleidungsvorschriften wurden reformiert, so dass Beachvolleyballerinnen seit 2012 nicht mehr zwingend im Bikinispielen müssen, sondern wie das ägyptische Duo Elghobashy/Meawad langärmelig und mit Kopftuch auf den Sand dürfen.

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Muslimische Sportlerinnen werden in Rio aber auch gefeiert: von westlichen Medien genauso wie von Muslimen. Die Publizistin Sineb el Masrar sieht, wie freudig vor allem Muslime das Bild der ägyptischen Beachvolleyballerin mitKopftuch im Internet teilen. “Das Foto regt eigentlich dazu an, generell über Frauenkleidung nachzudenken”, sagt El Masrar. “Und über Selbstbestimmung der Frauen.” Denn was bei dem Bild mit der ägyptischen Beachvolleyballerin Doaa Elghobashy häufig übersehen wird, als sie am Netz hochsteigt: Ihre Teampartnerin trägt keinKopftuch.

Ein Selfie verbindet Nordkorea und Südkorea

In this Sunday, Aug 7, 2016 photo, South Korean gymnast Lee Eun-ju, right, and her North Korean counterpart Hong Un Jong pose together for photographers during the artistic gymnastics women's qualification at the 2016 Summer Olympics in Rio de Janeiro, Brazil. Like dozens of athletes at the Rio Games, some competitors from North and South Korea have posed together for grinning selfies, which have then been posted to social media and documented by some of the hundreds of journalists here. These interactions are not strictly illegal in South Korea, but they are complicated by the Koreas’ long history of animosity and bloodshed. (Kim Do-hoon/Yonhap via AP) KOREA OUT
In this Sunday, Aug 7, 2016 photo, South Korean gymnast Lee Eun-ju, right, and her North Korean counterpart Hong Un Jong pose together for photographers during the artistic gymnastics women's qualification at the 2016 Summer Olympics in Rio de Janeiro, Brazil. Like dozens of athletes at the Rio Games, some competitors from North and South Korea have posed together for grinning selfies, which have then been posted to social media and documented by some of the hundreds of journalists here. These interactions are not strictly illegal in South Korea, but they are complicated by the Koreas’ long history of animosity and bloodshed. (Kim Do-hoon/Yonhap via AP) KOREA OUT ©In this Sunday, Aug 7, 2016 photo, South Korean gymnast Lee Eun-ju, right, and her North Korean counterpart Hong Un Jong pose together for photographers during the artistic gymnastics women's qualification at the 2016 Summer Olympics in Rio de Janeiro, Brazil. Like dozens of athletes at the Rio Games, some competitors from North and South Korea have posed together for grinning selfies, which have then been posted to social media and documented by some of the hundreds of journalists here. These interactions are not strictly illegal in South Korea, but they are complicated by the Koreas’ long history of animosity and bloodshed. (Kim Do-hoon/Yonhap via AP) KOREA OUT

Dieses Selfie würde Pierre de Coubertin, dem Vater der “Olympischen Spiele der Neuzeit” wohl besonders freuen. Es ist nämlich ein besonderes Bekenntnis zur olympischen Idee, die die Völker verbinden soll. Entstanden ist das Selfie von Lee Eun-Ju (Südkorea) und der Nordkoreanerin Hong Un-Jong am Rande der Turnwettbewerbe. Sie setzen sich damit über die von Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un forcierte Feindschaft ihrer Heimatländer hinweg und setzten ein besonderes Zeichen. Das Lichtbild wird wohl als das Foto der Olympischen Spiele von Rio de Janeiro in die Geschichte eingehen.

»ian bremmer on Twitter Gymnasts from North & South Korea take a selfie together. This is why we do the Olympics.pic.twitter.com/Id44OuehN3«

(dpa, VOL.AT)

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