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Die Wut kehrt zurück!

Neues Solo-Album von Skin! Als Frontfrau von Skunk Anansie schaffte sie in den 90er-Jahren den Durchbruch. Ihr neues Solo-Album kommt am 17. März in die Läden.

VON THERESA WEIMANN

WANN & WO: Erzähl mal über dein neues Album Fake Chemical State (VÖ 17.3.). Was denkst du selbst darüber und worin unterscheidet es sich von deinem letzten Album Fleshwounds?

Skin: Es ist viel lauter und aggressiver. Jedoch sind die Texte nicht mehr so teuflisch, sondern viel positiver. Die erste Single „Alone In My Room“, die auf meiner Homepage (www.skin.uk.com) gratis herunter geladen werden kann, hebt sich von den anderen Tracks stark hervor.

WANN & WO: Wenn man die Texte auf deinem neuen Album anhört merkt man, dass sie nicht mehr so politisch sind, wie sie damals bei Skunk Anansie waren?

Skin: Das ist richtig – bei Skunk Anansie wurde immer viel geredet, aber im Grunde nichts gemacht. Seit ich solo unterwegs bin, ist das ganz anders. Ich habe einige Lieder mit politischem Inhalt geschrieben, aber es ist nicht leicht, welche zu machen, die gut sind. Und ich wollte keine schlechten Songs auf das Album packen, nur damit bestehende Fassaden auch aufrecht erhalten werden. Ursprünglich war geplant, dass ein politischer Song auf mein Album kommt, doch den habe ich in letzter Sekunde noch heruntergenommen, da bei „Fake Chemical State“ die Qualität im Vordergrund stehen sollte. Das Problem an richtig guten Songs ist, dass sie nicht so oft wie Züge kommen, sondern nur alle paar Jahre. Deshalb gab es damals bei Skunk Anansie neben einigen guten Songs auch richtig schlechte.

WANN & WO: Welche Musik hörst du privat?

Skin: Ich liebe Bands wie die Arctic Monkeys, Razorlight, The Killers, White Stripes und The Strokes. Diese Bands machen schon sehr lange Musik, haben aber erst jetzt kommerziellen Erfolg.

WANN & WO: Weshalb wurde deine erste Single ausschließlich zum Download ausgekoppelt?

Skin: Im Internet ist es so, dass Künstler selbst entscheiden können, was sie auf Ihrer Website anbieten. Man ist viel unabhängiger, als wenn man an einen Plattenvertrag gebunden ist. Den Ruhm mit Skunk Anansie habe ich auch dem Internet zu verdanken, denn dort bildete sich mit der Zeit eine Fangemeinde und plötzlich war unser Song in den Top 40.

WANN & WO: Was denkst du über Menschen, die illegal Musik aus dem Netz saugen?

Skin: Ich hasse sie! Als illegale Downloads ins Rollen kamen, reagierten die Plattenfirmen viel zu langsam, obwohl sie sich darüber im Klaren waren, was passieren würde. Ihre Aufgabe wäre gewesen, die Künstler zu schützen und nicht einfach nur zuzusehen. Musik ist etwas Großartiges, was die Menschen viel mehr schätzen sollten.

WANN & WO: Deine nächste Single „Just Let The Sun“ erscheint Anfang März …

Skin: Das ist der erste fröhliche Song, den ich bisher geschrieben habe und ich bin sehr stolz darauf. Als ich ihn aufgenommen hatte wusste ich „Fuck, yeah! I’m back“!

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