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Die Top-Reiseziele 2019: Kalifornien

©Daniel Scherz
Der Rest der USA könnte neidisch werden, bei dem was Kalifornien alles zu bieten hat. Lässige Städte, grandiose Nationalparks, und natürlich die endlosen Strände an der Pazifikküste.
Bilder aus Kalifornien

Es ist früh, sehr früh. 4 Uhr 15 um genau zu sein. Und es ist heiß, sehr heiß. 37,5 Grad zeigt das Thermometer in unserem Campervan. Kein technischer Defekt, draußen ist es wirklich so heiß. Draußen – das ist in diesem Fall das Death Valley. Eine der trockensten und heißesten Gegenden der Welt, mit einem Allzeitrekord aus dem Jahr 1913 von unfassbaren 56,7 Grad Celsius. Wieso bloß sind wir also hier, um diese Uhrzeit und bei diesen Temperaturen? In dem Moment, als wir aus dem Auto aussteigen und die Scheinwerfer erloschen sind, wissen wir es: wegen dem Wow!

Der Wow-Effekt. Der Nachthimmel über uns macht uns sprachlos. Noch nie haben wir die Milchstraße so klar gesehen, noch nie waren es so viele Sterne. Denn das Death Valley ist auch ein extrem dunkler Ort, es gibt so gut wie keine künstlichen Lichtquellen. Das macht den Nationalpark so besonders, dass er mittlerweile als „Dark Sky Park“ das zweitgrößte Lichtschutzgebiet der Welt ist. Weil wir schon mal hier sind, starten wir in der bizarr wirkenden Dünenlandschaft auch noch eine Sonnenaufgangs-Wanderung. Ziemlich schweißtreibend, aber als dann die Sonne diese dunkle Wüste langsam in ein farbenfrohes Gemälde verwandelt, hat sich die Anstrengung mehr als gelohnt. Wandern im Death Valley: Grenzwertig, aber extrem lässig – auch das ist Kalifornien.

Lieblingsstadt. Weitaus mehr den kalifornischen Klischees entspricht da schon die traumhafte Kulisse von San Francisco, wo für viele Urlauber ihre Kalifornien-Reise ja auch beginnt. Die Stadt mit ihren 42 Hügeln liegt malerisch in einer Bucht und wird im Westen vom Pazifik begrenzt. Das beschert San Francisco fantastische Strände, auf denen stets echtes Surfer-Feeling herrscht. Die City selbst hat aufgrund ihrer Vergangenheit unfassbar viel Flair. Dafür sorgen einerseits die bunten viktorianischen Holzhäuser aus dem 19. Jahrhundert. Andererseits die lässige und weltoffene Lebenseinstellung der Einwohner, die sich seit der Hippiezeit gehalten hat: 1967 hat ganz San Francisco den berüchtigten „Summer of Love“ gefeiert. Und dann sind da natürlich noch die weltberühmten Sehenswürdigkeiten! Die 2,7 km lange Golden Gate Bridge, die als perfektes Fotomotiv die Bucht von San Francisco überspannt. Die einstige Gefängnisinsel Alcatraz, wo früher Al Capone und Co. eingesessen sind. Oder die historischen Cable Cars, mit denen sich die hügelige Stadt am besten erkunden lässt.

Ab an die Küste. Am liebsten würden wir ja ewig in San Francisco bleiben, doch für unseren Campervan wird’s allerhöchste Zeit rauszukommen aus der City – die Straßen Kaliforniens warten. Das Selbstfahren ist hier im Golden State übrigens supereinfach, so gut wie alle Mietautos haben Automatik und die Straßen sind meist extrabreit. Für die maximale Unabhängigkeit haben wir uns auf diesem Roadtrip für einen besonderen Mietwagen entschieden – im Campervan haben wir unser Bett, einen Herd und einen Kühlschrank immer dabei. Top-Ausgestattet starten wir also los in Richtung einer wahren Legende, dem Highway 1: eine der berühmtesten, spektakulärsten und lässigsten Küstenstraßen der Welt. Von den 1.055 Kilometern Gesamtlänge legen wir zwischen San Francisco und Los Angeles eine Strecke von rund 750 km zurück. Sandstrände, steile Küsten und blaues Meer auf der einen Seite, Hügel und wilde Natur auf der anderen.

Nimm dir Zeit! Das Allerwichtigste auf dieser Traumroute: genug Zeit! Theoretisch schafft man es natürlich auch in zwei Tagen. Aber entlang der Strecke gibt es so wahnsinnig viel zu entdecken, dass man sich locker auch eine ganze Woche Zeit lassen könnte. Schon der erste Stopp, nur 2 Stunden südlich von San Francisco, ist zum Verlieben schön: in Carmel-by-the-Sea ist das Leben so, wie es sein sollte. Die perfekt gepflegte Kleinstadt ist der Inbegriff von Idylle, mit seinen entzückenden kleinen Häuschen, vielen Kunstgalerien, hippen Lokalen und schicken Weinbars. Der breite Strand mit seinem nahezu weißen Sand ist gesäumt von typisch kalifornischen Strandhäusern, im Meer tummeln sich Surfer und Delfine. Also wahrlich ein Plätzchen, von dem man sich kaum losreißen kann. Schafft man es dann aber doch, wird man kurz darauf ohnehin schon mit dem nächsten Highlight belohnt: der wilden Schönheit und Kraft von Big Sur. Dieser 160 Kilometer lange Abschnitt des Highway 1 hat eine ganz besondere Magie, hier gibt es keine Ampeln, Banken oder Einkaufsmeilen. Natur pur, nur wenige Unterkünfte, und dazu die dramatische Küstenlandschaft.

Einfach riesig. Was auf den nächsten 500 Kilometern noch alles auf uns wartet? Zum Beispiel die Postkartenidylle in der McWay Bucht, eine Kolonie von See-Elefanten bei San Simeon, das mediterrane Flair von Santa Barbara, oder auch der 11 Kilometer lange Traumstrand von Oxnard. Vollkommen überwältigt von diesen und noch viel mehr Eindrücken rollen wir mit unserem Campervan schließlich in Los Angeles ein – der Highway 1 führt uns direkt zum berühmten Santa Monica Pier mit seinem Vergnügungspark. Von hier aus geht’s ganz bequem mit dem Hop on/Hop off Bus in die riesige City hinein. Mit rund 4 Millionen Einwohnern ist sie die zweitgrößte Stadt der gesamten USA nach New York. Selbst mit dem Sightseeing-Bus dauert es mindestens zwei Tage, bis man sich einen ersten Überblick über die gewaltige Metropole verschafft hat. Da hätten wir einerseits die Klassiker: Hollywood-Boulevard, Beverly Hills, Rodeo Drive und Co. Dann wären da noch das lässige Strand-Feeling von Venice Beach und Santa Monica, die Wolkenkratzer von Downtown, die Hipster vom Abbot Kinney Boulevard,  oder auch die irre Traumfabrik der Universal Studios. In LA kann man alles haben – außer Langeweile.

Wälder, Wildnis, Wasserfälle. Der Rückweg nach San Francisco führt uns nun ins östliche Kalifornien. Vorbei am Sequoia National Forest, und nach unserem Abstecher ins Death Valley, geht´s in den Yosemite Nationalpark. Seine Schönheit ist legendär, sein von Gletschern ausgeschliffenes Tal weltberühmt, ebenso wie der markante Half Dome. Kein Wunder, dass er auch als UNESCO Weltnaturerbe geführt wird. Noch ein wenig weiter nördlich, vorbei am Mono Lake mit seinen bizarren Kalktuff-Gebilden, liegt der glasklare Lake Tahoe. Er ist größer als das gesamte Stadtgebiet von Wien, mit seinen malerischen Buchten und Sandstränden lockt er im Sommer die coolen Kids aus San Francisco an. Mit Stand-Up Paddling, Beachvolleyball und einem abendlichen Lagerfeuer am Campingplatz geht das Abenteuer Kalifornien für uns nun langsam zu Ende. In knapp 4 Stunden sind wir vom Lake Tahoe zurück in San Francisco, und ein bisschen vom lässigen Lebensgefühl nehmen wir im Flieger schließlich auch mit nach Hause.

Anreise:

Besonders entspannt und mit ganz viel Herzlichkeit geht es mit Swiss nach Kalifornien. Zunächst der kurze Anschlussflug von Wien nach Zürich, von dort hebt die Schweizer Airline täglich mit einer Boeing 777-300ER nach San Francisco und Los Angeles ab. Die rund 11 Stunden an die US Westküste vergehen dank der vielen aktuellen Kinofilme im umfangreichen Entertainment-Programm wie im Flug. Selbstverständlich am individuellen Screen für jeden Passagier. Kulinarisch sind die Schweizer natürlich auch in der Luft Weltklasse, und das nicht nur in der Business Class. Auch in der Economy wird man mit zwei feinen Mahlzeiten und dazu passenden, hervorragenden Weinen verwöhnt. Dass man sich an Bord so richtig wohlfühlt, dafür sorgt in jedem all die besonders sympathische Crew mit ihrer schweizerischen Herzlichkeit. Wien-Los Angeles ab 619€, Wien-San Francisco ab 659€. www.swiss.com

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