AA

Die Superstars in Peking

©AP
Von der Papierform her gilt Schwimmer Michael Phelps, auf der Jagd nach acht Goldmedaillen, als der Star der Spiele.

Von der Papierform her gilt Schwimmer Michael Phelps, der insgesamt acht Goldmedaillen in China anpeilt und damit in bisher unerreichte Dimensionen vordringen kann, als der große Superstar der 29. Olympischen Sommerspiele in Peking. Doch neben dem US-Amerikaner wollen noch zahlreiche andere Sportikonen im Reich der Mitte Geschichte schreiben und ihren Namen noch bekannter machen, als er ohnehin schon ist.

Die Hoffnungen der Hausherren ruhen vor allem auf Hürdensprinter Liu Xiang, der ebenso wie die chinesischen Tischtennis-Asse quasi zum Goldgewinn bei den Heimspielen “verurteilt” ist, und 2,29-m-Basketball-Gigant Yao Ming, der bereits bei einem Medaillengewinn des Gastgeber-Teams ein noch größerer Volksheld werden würde. Für die NBA-Superstars der USA um Kobe Bryant zählt dagegen nach dem “Bronze-Debakel” von Athen nur Gold.

Während zahlreiche Heroen der National Basketball Association (NBA) zu bewundern sein werden, fehlen im vorerst letzten olympischen Baseball-Turnier die ganz großen Namen aus der Major League (MLB), für die eine Olympia-Pause nicht infrage kommt. Im Fußball sind dagegen mit dem Brasilianer Ronaldinho und dem Argentinier Lionel Messi zwei Weltgrößen dabei. Und der technisch begnadete Kroate Ivano Balic will die Handball-Fans begeistern.

Im Tennis figuriert Olympia im Tour-Kalender der ATP und WTA neben den vier Grand-Slam-Turnieren als einer der Saison-Höhepunkte, bei dem auch viele Punkte für die Weltrangliste geholt werden können. Die Branchen-Leader Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic schlagen daher in Peking ebenso auf wie Ana Ivanovic oder Jelena Jankovic.

In der olympischen Kernsportart Leichtathletik sind die großen Zugpferde neben Liu zwei Weltrekordler: Für die russische Stabhoch-Überfliegerin Jelena Isinbajewa (5,04) sollte die Gold-Mission in China aufgrund ihrer Dominanz zum Kinderspiel werden, während der Jamaikaner Usain Bolt als schnellster Mann der Welt über 100 m (9,72 Sek.) mit seinem Landsmann Asafa Powell und US-Weltmeister Tyson Gay zwei gefährliche Konkurrenten im Titelrennen in der von Zuschauern weltweit am meisten verfolgten Olympia-Entscheidung hat.

Wie der Leichtathletik macht auch dem Radsport ein “Doping-Generalverdacht” zu schaffen. Olympia-Titelverteidiger und Weltmeister Paolo Bettini aus Italien und die spanische Armada mit Alejandro Valverde sowie den drei jüngsten Tour-de-France-Siegern Carlos Sastre, Alberto Contador und Oscar Pereiro führen das Feld der Speichen-Asse an.

Da das IOC die Doping-Proben von Peking teilweise acht Jahre lang einfrieren wird, um sie dann noch einmal genau zu untersuchen, werden wohl einige Olympiasieger lange warten müssen, bis sie als “Saubermänner” bzw. “Sauberfrauen” dastehen.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Olympische Spiele
  • Die Superstars in Peking
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen