Paris gewann Kitzbühel-Abfahrt – Striedinger Dritter

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Zum bereits dritten Mal hat Dominik Paris den Abfahrtsklassiker in Kitzbühel gewonnen.
Kitzbühel 2019: Die Abfahrt
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Kitzbühel: Bilder vom Abschlusstraining

Der Südtiroler setzte sich am Freitag 0,20 Sekunden vor dem Schweizer Beat Feuz durch, Dritter wurde überraschend Otmar Striedinger (+0,37). Der Kärntner nutzte mit Startnummer 27 die besser werdende Sicht aus und landete das zweite Mal im Ski-Weltcup auf dem Podest.

“In Kitzbühel abschwingen, dann leuchtet der Dreier auf – die Freude ist natürlich riesengroß”, freute sich Striedinger im ORF-Interview. 2013 war der 27-Jährige im Super-G von Beaver Creek schon einmal Zweiter gewesen. Paris durfte indes seinen insgesamt zwölften Weltcup-Sieg bejubeln. “Die Fahrt war ziemlich am Limit. Ich habe überhaupt nicht so ein gutes Gefühl gehabt. Unten ist schon ein bisserl besser gegangen”, meinte der 29-Jährige, der das Rennen auf den letzten zehn Fahrsekunden für sich entschied.

Franz und Kriechmayr ausgeschieden

Daniel Danklmaier war als Fünfter zweitbester ÖSV-Vertreter und zeigte sich “überhappy”. Großteils enttäuschend verlief der Tag hingegen für die mit großen Hoffnungen als Mitfavoriten gestarteten Österreicher: Hannes Reichelt belegte den achten Platz, Matthias Mayer den neunten. Vincent Kriechmayr vermied zweimal gerade noch einen Sturz und fiel aus. Max Franz schwang nach Schmerzen in der Ferse ab, er wurde anschließend im Teamquartier untersucht. Klaus Kröll und Christian Walder schieden nach teilweise vielversprechenden Zwischenzeiten aus.

Reichelt, der mit Startnummer 1 das Rennen eröffnet hatte, sagte: “Wenn ich jetzt so nach oben schaue, war es nicht die glücklichste Nummer. Die Fahrt selber war eigentlich gut. Es gibt nur ein paar Kleinigkeiten, wo ich sage, die waren vielleicht nicht so sauber. Aber die Spur im Flachen und ins Ziel ist sicher schneller geworden”, meinte der Salzburger. Mayer sprach von einer “technisch sauberen Fahrt”.

Endstand Weltcup-Abfahrt in Kitzbühel

  • 1. Dominik Paris (ITA) 1:56,82 Min.
  • 2. Beat Feuz (SUI) 1:57,02
  • 3. Otmar Striedinger (AUT) 1:57,19
  • 4. Christof Innerhofer (ITA) 1:57,75
  • 5. Daniel Danklmaier (AUT) 1:57,76
  • 6. Benjamin Thomsen (CAN) 1:57,88
  • 7. Josef Ferstl (GER) 1:57,92
  • 8. Hannes Reichelt (AUT) 1:57,93
  • 9. Matthias Mayer (AUT) 1:57,99
  • 10. Matteo Marsaglia (ITA) 1:58,00
  • 11. Johan Clarey (FRA) 1:58,03
  • 12. Adrien Theaux (FRA) 1:58,05
  • 13. Adrian Smiseth Sejersted (NOR) 1:58,09
  • 14. Nicolas Raffort (FRA) 1:58,27
  • 14. Bryce Bennett (USA) 1:58,27
  • 16. Brodie Seger (CAN) 1:58,37
  • 17. Dominik Schwaiger (GER) 1:58,40
  • 18. Aleksander Aamodt Kilde (NOR) 1:58,47
  • 19. Travis Ganong (USA) 1:58,74
  • 20. Maxence Muzaton (FRA) 1:58,86
  • 21. Christopher Neumayer (AUT) 1:58,87
  • 22. Blaise Giezendanner (FRA) 1:58,91
  • 22. Mauro Caviezel (SUI) 1:58,91
  • 24. Marco Odermatt (SUI) 1:58,96
  • 25. Nils Mani (SUI) 1:58,98
  • 26. Martin Cater (SLO) 1:59,06
  • 27. Andreas Romar (FIN) 1:59,26
  • 28. Manuel Schmid (GER) 1:59,28
  • 29. Urs Kryenbühl (SUI) 1:59,33
  • 30. Werner Heel (ITA) 1:59,35

Am Samstag folgt der Slalom (9.30/12.30 Uhr), ehe am Sonntag der Super-G (13.30 Uhr) den Abschluss bildet.

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Kitzbühel Speed-Rennen
Kitzbühel Speed-Rennen ©APA

Einzige Chance für Abfahrt am Freitag

“Wir haben die einzige Chance am Freitag für eine Abfahrt”, sagte OK-Chef Michael Huber in der Mannschaftsführersitzung. In der zweiten Hälfte der Nacht auf Samstag würden Schnee, Wind und stark steigende Temperaturen für eine Extremsituation sorgen. “Von minus zehn bis null”, bezifferte Huber den plötzlichen Temperaturanstieg, der einen nassen Schnee am Vormittag zur Folge haben werde.

“Wir sind überzeugt, wir können den Slalom handeln”, meinte Huber. Zur Möglichkeit, den Super-G am Freitag zu belassen und die Abfahrt auf Sonntag zu schieben, verwies er auf den anhaltenden Schneefall am Sonntag. “Wir glauben, wir können die Piste bis zum Super-G-Start vom Schnee säubern.” Bis hinauf zum Start der Abfahrt könne er das aber nicht garantieren.

Abfahrer mit Umstellung einverstanden

Für die zunächst betroffenen Speed-Fahrer ist die Änderung nicht gravierend. “Es ist kein Problem”, sagte etwa Vincent Kriechmayr. “Ich kenne den Wetterbericht nicht, aber die Änderung wird sicher nicht grundlos sein.” So werde eben die Videoanalyse vorgezogen. “Die hätte ich sonst morgen gemacht”, gab der Oberösterreicher zu Protokoll.

“Es ist natürlich schon ein bisschen eine Umstellung vom Kopf her. Aber grundsätzlich sind vom Material die Vorbereitungen sowieso schon getroffen gewesen”, erläuterte Matthias Mayer. “Das ist nicht der große Unterschied. Man ist einfach einen Tag länger in Kitzbühel.” Für viele Slalom-Spezialisten bedeutet das neue Programm eine frühere Anreise und macht eine bessere Koordinierung von anderen Aktivitäten im Vorfeld nötig.

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