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Die Straßen von San Van: Skate

Skating Total auf den Straßen von San Van.
Skating Total auf den Straßen von San Van. ©Waibel
Für Skater gab es bisher nur eins: Die Tony Hawk´s Serie von Activision. Mit „Skate“ drängt Branchenriese EA nun in den Markt. Kann es im Vergleich mit der Legende standhalten? 

Erklärtes Ziel in Skate ist es, Skateboard-Profi zu werden. Schauplatz der Handlung ist die Stadt San Van. Am Beginn des Games steht die Charaktergenerierung mit dem sehr umfangreichen Editor. Von den Körperproportionen über eine detaillierte Gesichtserstellung bis hin zum Ankleiden mit Markenklamotten lässt dieser keine Wünsche offen.

Danach geht’s in ein stimmiges Tutorial, in dem auch schon mit den ersten Challenges begonnen wird, die in der ganzen Stadt verteilt sind. Die Tatsache, dass sie in beliebiger Reihenfolge absolviert werden können, erinnert etwas an Titel wie GTA. Die Challenges im Detail: In „Best Trick“ bestreitet man einen Wettbewerb gegen andere Skater. Wer den besten Trick zeigt, gewinnt. In „Film“ können überall in San Van Filme gedreht werden, einen festen Drehort gibt es nicht. Ein imaginärer Kameramann gibt lediglich Ziele vor, die innerhalb der vorgegeben Zeit zu erreichen sind. Bei „Jam“ trifft man sich mit anderen Skatern an einem festgesetzten Ort, wo gegeneinander eine Challenge gefahren wird. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt den Jam. In San Van soll es Plätze geben, an denen Skater-Legenden einen Highscore hingelegt haben. Wer diesen Score schlägt, gewinnt den Titel „König des Spots“. Diese Spots sind überall in der Stadt verteilt und wollen erst gefunden werden. In „S.K.A.T.E.“ geht es um eine Art Ausscheidungsgame. Wer die Tricks des Gegners erfolgreich kopiert, und ihm im Gegenzug schwere Sprünge vorlegt, die dieser nicht schafft, gewinnt. Für Fehler gibt’s einen Buchstaben von S-E. Wer das SKATE voll hat, hat verloren. In „Deathrace“ rast man die Straßen des imaginären San Van hinunter, eine frappante Ähnlichkeit mit den Straßen von San Francisco inklusive. Wer als erster im Ziel ist, gewinnt. In „Foto“ geht es darum, an bestimmten Plätzen genau die Tricks zu absolvieren, die der Fotograf will. Cool: Nach Abschluss der Challenge wählt man das beste Bild für ein Skateboard Magazin aus.

Die Steuerung von Skate ist ungewöhnlich. Tricks werden hier nämlich nicht wie in anderen Sportgames auf Knopfdruck ausgelöst, sondern durch bewegen des rechten Analogsticks. Was sich nach stark gewöhnungsbedürftig anhört und auch zeigt, funktioniert nach einiger Zeit aber erstaunlich gut. Mit der Flickit-Steuerung, wie EA dieses Feature nennt, gelingt es dem Publisher tatsächlich, das Skate-Feeling sehr hautnah rüberzubringen. Fans gehen sogar so weit zu sagen, dass die Steuerung intensiver und besser sei als die der guten alten Tony Hawks Reihe.  Die Frage ist nur, ob sich Casual-Gamer in das ungewohnte Bedienungsdesign hineinfuchsen wollen. Zeit zum Erlernen der Styles heißt nämlich der Schlüssel zum Erfolg.

Technisch weiß der Titel zu überzeugen. San Van ist ein echter Hingucker, die knackigen Texturen und die stimmige Ausleuchtung sorgen für ein intensives Mittendrin-Gefühl. Auch die Ausgestaltung der Locations weiß zu überzeugen. Es gibt sogar No-Go Areas, an denen man bei Verstoß von einem Wachmann des Platzes verwiesen wird. Für die Steuerung seines Protagonisten hat EA eine ungewohnte Sicht gewählt. Und zwar befindet sich die Kamera in Bodennähe hinter dem Skater. Die Tricks wirken aus dieser Sicht zwar saucool, aber die Übersicht geht dabei leider flöten. Auch soundtechnisch weiß Skate zu überzeugen. Die Abrollgeräusche des Boards je nach Untergrund sind sehr authentisch, die Atmosphäre der Stadt kommt durch die intensive Geräuschkulisse gut rüber. Auch von der Musikzusammenstellung her, einem der wichtigsten Punkte in einem erfolgreichen Trendsportgame, lässt sich EA nicht lumpen. Aus einer Vielzahl von 45 Songs aus verschiedenen Richtungen stellt man sich auf Wunsch eine eigene Playlist zusammen, zu der geskatet werden kann.  

 

Fazit:

Skate besinnt sich auf die Tugenden eines guten Skategames und bringt einige wirklich geniale Neuerung für Fans des Genres mit sich. Alleine die coole Flickit-Steuerung lässt Skate-Freaks jubeln. Das ganze in einem stimmigen Szenario verpackt, viel zu entdecken, ein fetter Soundtrack, was fehlt da noch? Skate beerbt die Tony Hawk´s Serie auf eine sehr würdige Art und Weise. Bei der Kameraperspektive hat EA in punkto Innovation allerdings auf Kosten der Bedienbarkeit ein wenig übers Ziel hinausgeschossen, wenngleich das ganze sehr cool aussieht. Da kann´s draußen nun noch so kalt sein, am heimischen TV geht wohl unter so manchen Christbaum in diesen Tagen mit Skate so richtig die Post ab.

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