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Die Schuhsohle der Zukunft

Das Gründerteam der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne präsentiert stolz den ersten Prototyp
Das Gründerteam der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne präsentiert stolz den ersten Prototyp ©Stappone
Schwarzach - Rückenschmerzen brachten Peter Krimmer dazu ein Produkt zu erschaffen, das vielen helfen könnte, den inneren Schweinehund zu besiegen.

Von: Philipp Mück/WANN & WO

„Die Schmerzen kamen schleichend“ beginnt Geschäftsführer Peter Krimmer. „Klassische Rückenschmerzen, die mit jedem Tag am Schreibtisch oder bei Dienstreisen schlimmer wurden. Als Sicherheitschef eines Internationalen Automobilzulieferers war ich sehr viel unterwegs, was zu notorischem Bewegungsmangel führte. Untertags kaum Zeit für Bewegung, spät abends dann auch keine Lust mehr dazu – ein Teufelskreislauf.“ Der gebürtige Vorarlberger erzählt von dem Moment, als er bei einem Mittagessen mit seinem Kumpel Philip Olbrich den Geistesblitz hatte, die täglichen Bewegungsabläufe mittels Fußabdruck zu vermessen, konkret mit einer intelligenten Einlegesohle. Diese soll, verbunden mit einer App, nicht nur im Alltag zu mehr Bewegung ohne zeitlichen Mehraufwand motivieren, sondern auch gleichzeitig Tipps geben, wie man sich gesünder bewegen kann.

Die Entstehung des Teams

„Ich kann mich noch gut erinnern, wie es mich schon nach den ersten Gesprächen mit Peter gereizt hatte, etwas Eigenes zu Entwickeln und noch dazu ein Produkt, das mir selbst und vielen Nutzern helfen kann, den inneren Schweinehund zu überwinden und endlich ein bisschen mehr Bewegung zu machen“, erklärt der Physiker. Mit der Healthcare-Expertin Sylvia Strell wurde schnell die letzte Lücke geschlossen. Auch sie war bereits nach wenigen Minuten von Peters Idee begeistert und war Feuer und Flamme, diese in die Tat umzusetzen. Von Anfang an war ihnen klar, dass die Sensorik für ihre Unternehmung essenziell sein wird: „Sie muss lange haltbar sein und zudem genaue Messungen erlauben, was mit den noch heute üblichen, auf Plastik bedruckten Sensoren, nicht möglich ist“, erklärt Geschäftsführer Peter Krimmer.

Ab ins Ländle

„Obwohl ich seit nun fast 20 Jahren auf Grund des Studiums und der Liebe in Wien hängen geblieben bin, war es mir wichtig, das Unternehmen in Vorarlberg anzusiedeln. Dies liegt einerseits an der Nähe zu essenziellen Partnern wie die der Firma Texible, oder das Textilinstitut in Dornbirn, andererseits an der Vorarlberger Arbeitsmoral und des persönlichen Einsatzes jeder involvierten Person, was sich international absolut sehen lassen kann“, unterstreicht Peter die Vorteile vom Ländle. Sylvia Strell, eine der führenden Podologen Österreichs, beschreibt die letzten Monate als sehr arbeitsreich: „Vom Aufbau und der Optimierung der Prototypen bis hin zur unbeschreiblichen Komplexität, das Wissen über die Funktion des Fußes und seiner Abrollung zu digitalisieren. Das Tüfteln mit dem ganzen Team an den unzähligen individuellen Aufgaben war immer wieder interessant, aber auch lehrreich und machte immer wieder sehr viel Spaß.“ Zusammen mit Peter und Philipp legte Sylvia mit Stappone eine Bilderbuch-Kampagne auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter hin. Das angestrebte Ziel wurde sogar überschritten. „Die Mühen werden sich bald gelohnt haben, schon in wenigen Wochen haben wir die ersten Einlegesohlen aus der Serienproduktion in den Händen und können nach dem letzten Feinschliff endlich unsere Kunden beliefern. Besonders freue ich mich auf das Feedback und die neuen Ideen, die wir von den NutzerInnen erhalten werden“ meint der Leiter des Produktmanagements, Philip Olbrich. Abschließend ergänzt Peter Krimmer und spielt nochmals auf die Regionalität an: „Neben qualitativen Gesichtspunkten war ein anderer Faktor, dass die durch unser Produkt entstehende Wertschöpfung möglichst lokal bleibt. War kein passender Partner in Vorarlberg zu finden, wurden wir im näheren Umfeld fündig, sodass wir nun mit Stolz sagen können, dass Stappone zu 100 Prozent in
Österreich gefertigt wird.“

Nächste Generation der Wearables

Das Startup stAPPtronics bringt mit Stappone die nächste Generation der Wearables auf den Markt. Die Hardware, eine intelligente Einlegesohle, ersetzt das Tragen von Gadgets am Handgelenk und ermöglicht eine punktgenaue Messung dort, wo die Gehbewegung stattfindet, am Fuß

(WANN & WO)

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