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Die Reiseroute bestimmt allein der Wind

Günter Schabus machte das Ballon-fahren vor fast 20 Jahren zum Beruf. Er ist heute noch stolz auf seine Weltrekorde, aber diese Zeit ist für Günter Schabus vorbei.

Klaus – „Natürlich wäre ich gerne mitgefahren, aber die Wetterprognosen waren so schlecht, dass es nicht möglich war“, begründet Günter Schabus seine Absage für den Auftakt der Ballontage in Widnau und Lustenau. Sehr zum Bedauern der Veranstalter, denn der „gelbe Riese“, der bekannte „VN“-Ballon, wäre ein Highlight beim Massenstart gewesen. Heute, Samstag, und am morgigen Sonntag wird Günter Schabus jedoch abheben. Mit „vollem Korb“, 16 Passagiere haben Platz, „und denen soll auch etwas für ihr Geld geboten werden. Bei Windverhältnissen wie am Freitag hätten sie von der Ballonfahrt nicht viel gehabt und zudem geht es auch um die Sicherheit.“ Einen Aspekt, den der 48-jährige Klauser ganz besonders akribisch beachtet. In der Luft Grenzen auszuloten, war schon immer seine große Leidenschaft. Als Absolvent der Sport- und Nahkampfschule des Bundesheers war er ein erfolgreicher Fallschirmspringer, Militärweltmeister sogar und hatte 4000 Sprünge hinter sich, als er vor 20 Jahren zum Ballonfahren kam. Sein Jugendtraum, den er zunächst aus finanziellen Gründen zurückstellen musste. „Es hat mich immer schon fasziniert, Wind und Wetter ausgeliefert zu sein, unabhängig von Start- und Landeplätzen. Und die Reisroute bestimmt allein der Wind.“

Ballon-Weltrekordler

Und er ging an die Grenzen, zahlreiche Urkunden in seinem Büro in Klaus bestätigen seine Weltrekorde. „Aber diese Jahre sind vorbei, jetzt bin ich Unternehmer und habe für solche Abenteuer keine Zeit mehr.“ Für Abenteuer anderer Art ist er immer noch zu haben. Mit seinem Kollegen Otmar Pircher baut er ein zweites Standbein in Kenia auf. „Unsere ,Filiale Afrika‘ geht im September in Betrieb. Ich musste mich um neue Möglichkeiten umsehen, seit der Zeppelin als Konkurrent um ,Luftfahrt-Kunden‘ im Bodenseeraum am Kuchen mitnascht, ist das Geschäft natürlich härter geworden, das merke ich deutlich.“ Existenzsorgen hat er wegen des Zeppelins nicht, denn „eine Ballonfahrt ist doch etwas anderes“, behauptet Schabus selbstbewusst.

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