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Die Reise beginnt

Ende 2018 geht mit dem Obervermuntwerk II das zweitgrößte Pumpspeicherkraftwerk der Vorarlberger Illwerke AG in Betrieb. Mit einer Leistung von zweimal jeweils 180 Megawatt im Turbinen- und Pumpbetrieb leistet das unterirdische Kraftwerk einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Doch wie funktioniert ein solches Kraftwerk? Woher kommt das Wasser und wie sieht sein Weg durch die unterschiedlichen Kraftwerksabschnitte aus?

In einer vierteiligen Serie nehmen die VN Sie mit auf eine spannende Reise von den Gletschern der Silvretta durch das Obervermuntwerk II in den Vermuntsee. Dabei erfahren Sie nicht nur Wissenswertes zur Funktionsweise, sondern erhalten aktuelle Informationen über den Baufortschritt.

Der spannende Weg eines Wassertropfens
Es ist Anfang Juli am südlichsten Punkt in Vorarlberg. Wir befinden uns am Ochsentaler Gletscher, direkt am Fuße des höchsten Berges des Landes, des Piz Buin. Mit 18 Grad sind die Temperaturen für die Seehöhe von über 2000 Metern hoch und setzen dem Gletscher ordentlich zu. Seit die Illwerke selbst die Entwicklung des Gletschers aufzeichnen, verliert die Gletscherdecke jedes Jahr rund 1,5 Meter ihrer Mächtigkeit. Die direkte Sonneneinstrahlung lässt das Eis schmelzen und gibt den Startschuss für einen Wassertropfen auf seinem spannenden Weg durch das Obervermuntwerk II. Das Pumpspeicherkraftwerk der Vorarlberger Illwerke AG soll ab Ende 2018 wertvolle Spitzen- und Regelenergie erzeugen und somit die Energiewende in Europa unterstützen. Das Kraftwerk mit einer Leistung von zweimal 180 Megawatt im Turbinen- und Pumpbetrieb wird nach dem Kopswerk II das zweitgrößte Wasserkraftwerk des Vorarlberger Energiedienstleisters.

Die Ill entsteht
Der Wassertropfen, dessen Reise wir begleiten, verbündet sich mit weiterem Schmelzwasser und bildet ein kleines Rinnsal, das sich den Weg über den Eispanzer Richtung Tal bahnt. Rund 6 km² des zukünftigen Wasser-Einzugsgebiets des Obervermuntwerks II sind mit Gletschern bedeckt – das entspricht allerdings rund 11 Prozent des natürlichen Einzugsgebiets von 56,6 km². Das Rinnsal mit unserem Tropfen wird stetig größer. Ab diesem Zeitpunkt gilt das kleine Bächlein als Ursprung der Ill und bahnt sich den Weg durch das Ochsental bis zum Silvrettasee.

Riesiges Einzugsgebiet
Die Gletscher sind aber bei Weitem nicht die einzigen Zuflüsse im Einzugsgebiet des neuen Kraftwerks. Dies erstreckt sich vom höchsten Punkt, dem 3312 Meter hohen Piz Buin, bis zum tiefsten Punkt, der Mauerkrone des Vermuntsees auf rund 1745 Meter Seehöhe direkt am Zugangsstollen des Kavernenkraftwerks. Die größten Zuflüsse sind neben der Ill der Klostertalerbach, der direkt in den Silvrettasee mündet sowie der Kromerbach, der kurz vor dem Vermuntsee in die Ill fließt. Neben diesem natürlichen Einzugsgebiet wird dem Obervermuntwerk II Wasser über drei Beileitungssysteme zugeführt. Eines dieser Systeme leitet bis zu 5 m³ Wasser pro Sekunde aus dem Tiroler Bieltalbach in den Silvrettasee. Das sogenannte wirksame Einzugsgebiet erhöht sich dadurch auf 106,8 km² und entspricht einer Größe von 1200 Fußballfeldern.

Eigene Wetterstationen
Der Wasserzufluss zu den Fassungen und Speichern ist die wesentliche Grundlage für die Energiegewinnung der Illwerke und aus diesem Grund ist es für das Unternehmen besonders wichtig, diesen genau zu kennen. Daher betreiben die Illwerke bereits seit ihrem Bestehen meteorologische und hydrologische Messstationen im Einflussbereich der Anlagen. Dabei spielt auch das Wetter eine entscheidende Rolle. Daher gibt es unter anderem Wetterstationen in Partenen, Vermunt und Obervermunt. So weiß man, dass es in einem durchschnittlichen Jahr im Vermunt rund 1714 mm Niederschlag gibt und im Bereich Obervermunt kurioserweise nur 1119 mm. Besonders gut gefüllt sind die Speicher der Illwerke im Sommer, wenn bei der Schneeschmelze im Frühjahr das als Schnee lange zurückgehaltene Wasser in relativ kurzer Zeit zum Abfluss gelangt. Entsprechend niedrig sind die Pegelstände im Winter. Ende Juli wird der Silvrettaspeicher aus diesem Grund wieder das maximale Stauziel erreichen – und auch unser Tropfen ist mittlerweile in dem rund 38,6 Millionen m³ fassenden Stausee angelangt – bereit für seine Reise durch das Obervermuntwerk II.

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