Die nächste Stufe beim SmartCityWettbewerb

©Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann beim SmartCityWettbewerb 2020 - Fotocredit: SmartCityDornbirn, Russmedia
Ursprünglich ging es bei dem Smart City Wettbewerb um etwas viel Kleineres, erzählt die Bürgermeisterin von Dornbirn, Andrea Kaufmann: Das LoRa-Netzwerk, das Daten energieeffizient über lange Strecken senden kann, ermöglichte neue Lösungen für digitale Anwendungen.

Junge Kreative waren aufgerufen Ideen für die Smart City zu liefern. Entwickelt hat sich der Wettbewerb zu einer breiten Plattform, auf der Antworten auf die Frage ausgetüftelt werden, wie sich die Digitalisierung positiv für die Bevölkerung nutzen lässt. Letztendlich geht es auch darum, jenen Bürgerinnen und Bürgern denen die technische Entwicklung fremd ist oder zu schnell geht, Ängste zu nehmen. Die Antwort des Wettbewerbs: Es lässt sich mit der Digitalisierung ein Mehr an Lebensqualität für jeden Einzelnen schaffen.

„Es gab interessante Einreichungen wie der digitalisierte Hühnerstall von einem Mädchen, das Hühner hatte, mit Futteranzeige und automatischen Türen. Es gab aber auch Ideen wie jene, mit Textilsensoren die Schneelast auf Dächern zu messen die anzeigen, sollte das Gewicht auf dem Dach zu schwer werden. Wir hatten bereits beim ersten Wettbewerb 40 Einreichungen; das ist mehr als in der Szene üblich. Die Einreichungen kommen inzwischen aus dem gesamten Bodenseeraum. Man kann sagen, dass der Wettbewerb wie ein Booster wirkt und verschiedene positive Entwicklungen in Dornbirn angestoßen oder verstärkt hat“, erzählt Kaufmann.

Das Finale des SmartCityWettbewerb 2019 in der Postgarage Dornbirn - Fotocredit: SmartCityDornbirn, Mathias Rhomberg

Einreichungen aus dem gesamten Bodenseeraum

Viele Einreichungen sind tatsächlich auch bis zur Serienreife entwickelt worden und bereits im Einsatz. Etwa der „Furt-BOT“, der den Pegelstand an der Furt misst und zur Arbeit pendelnden Autofahrern auf dem Smartphone anzeigt, ob die Furt im Rohrbach offen oder überschwemmt ist. Dieses Beispiel zeigt bereits, dass es bei den Ideen immer um einen konkreten Mehrwert geht. Das Projekt „bike.in“ befindet sich aktuell in der Testphase. Ein intelligentes, in den Fahrradständer integriertes Schloss macht individuelles Abschließen überflüssig. Karte an den Radständer halten, schon ist das Rad abgeschlossen. Diese Erfindung ist vor allem für Firmenräder oder Städtefuhrparks interessant. Auch das „Glashaus 2.0“ für Gärtnereien ist im Einsatz, ebenso wie der Getränkeautomat „Limifyze“.„Insgesamt hat der Smart City Dornbirn Wettbewerb geholfen, die Stadt in puncto Digitalisierung in eine Vorreiterrolle zu bringen. Letztendlich geht es aber auch um aktive Bürgerbeteiligung: eine Entwicklung nicht passiv passieren lassen, sondern aktiv dabei sein und ein Projekt starten, das vielen nützen kann. Hier ist die Chance, aus einer kleinen, verrückten Idee etwas Gutes für die Allgemeinheit werden zu lassen“, beschreibt Kaufmann.

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen haben sehr unterschiedliche Hintergründe: Zum einen nehmen Lehrer mit ihren Schülern teil, und auch manche Fachhochschul-Studierende bilden Projektgruppen. Es gibt aber auch Tüftler, die ihre Garage zum Smart-City-Labor umfunktionieren und sich allein an die Herausforderung machen. Es gilt: Mitmachen kann jede und jeder, wobei Bürgermeisterin Kaufmann Mädchen und Frauen nicht im Nachteil sieht: „Es gibt viele Angebote und Workshops und auch in der Schule werden Mädchen, die sich für technischen Themen interessieren, gefördert. Es ist mir wichtig, allen Talenten eine Chance zu geben“, sagt die Bürgermeisterin, die vom Smart City Wettbewerb und seinem Nutzen für die Menschen überzeugt ist.

Facts zum Smart City Wettbewerb 2022

Der “Smart City Wettbewerb 2022” ruft kreative und technisch interessierte Personen auf die besten Ideen für die Stadt der Zukunft zu liefern. Die besten Projekte werden prämiert und mit Geldpreisen in Gesamthöhe von EUR 6.000 ausgezeichnet.

Wie wird das Finale eingereicht?

Auf SmartCityWettbewerb.com findest du alle Informationen und Vorlagen für die Einreichung

  • Einreichfrist Ideen-Phase 1: 10. November 2021, 16:00
  • Einreichfrist Prototypen-Phase 2:  März 2022
  • Smart City Dornbirn Finale: Wird bekanntgegeben
  • Anmeldung und Infos unter: https://SmartCityWettbewerb.com
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