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Die Migranten zum Testen aufmerksam machen

©VN-TK
Alle Einwohner in ihren Sprachen über das Virus informieren und bei der anstrengenden Covid-Bekämpfung mitnehmen.
Maria Schimpfössl
NEU
Daisy Stopinski
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Die Ärztin Dr. Maria Schimpfössl von der SPÖ Rankweil hat die Erfahrung gemacht, dass einige Menschen mit nicht deutscher Muttersprache bezüglich Covid-Maßnahmen nicht ausreichend informiert sind.  Das trifft besonders auf ältere Menschen zu, die mit modernen Medien nicht vertraut sind. Das kann zu unvorsichtigem Verhalten führen und außerdem schuld daran sein, dass sich diese Leute weder testen noch impfen lassen, sagt sie.

Dr. Maria Schimpfössl:
Es geht darum, vorhandene Informationsdefizite bei älteren und fremdsprachigen Gemeindebürgern zu reduzieren.

Gerade bei Menschen, die aus sozialen Gründen schwer erreichbar sind, ist meist auch die Test- und Impfbereitschaft am niedrigsten. Da besteht akuter Handlungsbedarf.“


Die Dipl. Krankenpflegerin Daisy Stopinski sieht ebenfalls einige Möglichkeiten, die Bekämpfung des Covid 19 -Virus auf lokaler Ebene zu verbessern.

Daisy Stopinski:
Unzureichende Informationen aufgrund der Sprachbarrieren sind nicht nur hinderlich beim Testen und bei der Einhaltung von Schutzmaßnahmen sondern auch für die Anmeldung zum Impfen. Fehlende Info führt zu Angst und ablehnenden Haltungen. Leider sind diese Personen dann meist sehr anfällig für allerlei Halbwahrheiten.“

Die beiden Gesundheitsfachfrauen schlagen vor:

  •  Ein persönlich adressiertes Schreiben an Personen mit ausländischer Herkunft zu richten, das über Gefahren, Vorschriften und Maßnahmen bezüglich Corona sowie die empfohlenen bzw. angemessenen Verhaltensweisen informiert. Neben der deutschen Fassung soweit möglich in der jeweiligen Muttersprache.

  • Mehrsprachige Aushänge an den Anschlagtafeln der größeren Siedlungen
  • Testkapazitäten ausweiten
    Es kommt oft genug vor, dass man in einen anderen Ort ausweichen muss, um rechtzeitig zu einem Corona-Test zu kommen. Es muss auch in Rankweil an jedem Tag die Möglichkeit geben, sich testen zu lassen. So wie das beispielsweise in der Marktgemeinde Götzis möglich ist.

  • Den Krankenpflegeverein einbinden. Beaufsichtigte Selbsttests bei den betreuten Personen können eine große Erleichterung sein.
  • Weitere niederschwellige Angebote forcieren.
    Eine Feldkircher Apotheke startete die Teststraße im Restaurant „Werkstatt“. Sie hat sich bereits bestens bewährt.
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