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"Die Hilfe lohnt sich doch"

Alberschwende - Ein Alberschwender leitet Österreichs Caritas-Team in Haiti.

Port-au-Prince. “Wie geht es Ihnen?” Robert Moosbrugger klingt weit weg. “Gut”, ruft er ins Handy, “wir sind alle gesund und munter.” Seit Ende März ist der Alberschwender für die Caritas Österreich in Port-au-Prince als Teamleiter im Einsatz. Das schwere Erdbeben hat den Karibikstaat Haiti Mitte Jänner großflächig zerstört. Und was tut ein Teamleiter? “Die Projekte mit unseren Partnern planen. Personalführung. Verwaltung.” Klingt gar nicht so spannend. Allerdings, unter diesen Bedingungen . . .

Schwierige Wege

“Unser Hauptproblem ist die Logistik.” Der Import von Gütern dauert in Haiti Monate. Auch die Transporte innerhalb des Landes gestalten sich schwierig.” “Unsere Hausbauprojekte liegen in den Bergen.” Die Straßen sind schlecht. “Wenn es ein bisschen regnet, kommen die Lastwagen nicht weiter.” Im Zuge der Nothilfe haben Moosbrugger und sein sechsköpfiges Team “etwa 5000 Menschen erreicht”. Jetzt liegt der Fokus auf dem Wiederaufbau. Aber die Lage wird nicht einfacher. Vor allem in punkto Sicherheit. Erst vor einer Woche bezahlte ein lokaler Mitarbeiter der Schweizer Caritas ein Bankgeschäft mit seinem Leben. Der 27-jährige Julien Kénord hatte bei einer Bank in der Hauptstadt einen Scheck in der Höhe von 2000 Dollar eingelöst. Unbekannte erschossen ihn in seinem Auto. “Bargeldtransaktionen sind unser größtes Risiko”, bestätigt Moosbrugger. “Wir bezahlen das meiste mit Schecks. Aber es geht nicht ganz ohne Bargeld.” Die Caritasmitarbeiter befolgen einen eigenen Sicherheitsplan. Ihre Unterkünfte werden bewacht. “Haiti ist eben ein Land mit sehr hoher Kriminalitätsrate. Aber das war schon vor dem Erdbeben so.” Dass die Erdstöße auch die Gefängnisse zerstört haben, hat die Lage nicht sicherer gemacht.

Motivation nicht verloren

Dennoch haben die Caritashelfer ihre Motivation nicht verloren. “Was uns am meisten motiviert”, sagt Moosbrugger, “ist der Projektfortschritt.” Dieses Wochenende können die ersten vier Familien in Modellhäuser einziehen, die Moosbrugger und sein Team gerade errichtet haben. Eine zerstörte Vorschule der Salesianer für über 1000 Kinder im berüchtigten Armenviertel Cité Soleil hat die Caritas durch ein Provisorium ersetzt. “Jetzt planen wir den Neubau.” Moosbrugger bleibt bis März nächsten Jahres in Haiti. “Die Sicherheitslage ist auch nicht schlimmer als in amerikanischen Großstädten.” Seine Frau Claudia hat inzwischen bei der Caritas in Port-au-Prince eine Halbtagsstelle angenommen.

ZUR PERSON

Robert Moosbrugger leitet ein Team aus sechs österreichischen Mitarbeiter(inne)n in Haiti

Geboren: 1975

Ausbildung: studierte Orientalistik und Afrikanistik

Laufbahn: viel Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit, war für Horizont 3000 in Uganda, Kenia und Tansania, zwei Jahre in Burundi als Programm-Officer für die Armutsreduktion, davor in Kairo für SOS Kinderdorf

Familie: veheiratet

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