Die heiligen Hallen der Mode

Mit Kleidern wie ein Blütenregen feierte der Modeschöpfer Christian Lacroix am Dienstag in Paris seine 40. Haute-Couture-Schau. 

Goldglänzende Mantelkleider aus kostbarem Damast mündeten in steife Tulpenröcke, große Stoffrosen zierten Rückenverschlüsse, weiße Blüten dienten als Ärmelsaum.

Der aus der Provence stammende Franzose schwelgte auch bei seiner Tagesgarderobe geradezu in Rüschen, Volants und gebauschter Seide. Harlekin-Muster, Pünktchen-Dessins oder Tapisserie-Drucke, Pailletten und Spitze zogen über den Laufsteg; Abendkleider leuchten in den Farben exotischer Fischschwärme, in Orange, Phosphorgelb oder Magenta.

Mit solchen bei dieser Kollektion für Frühjahr/Sommer 2007 auf die Spitze getriebenen bunten Fantasien hat Lacroix einst die Modewelt revolutioniert. Knapp 31-jährig gab er im Juli 1987 sein Couture-Debüt. Und brachte mit Ballonröcken und Zigeunerkleidern, Rüschen, Federn und farbenfrohen Drucken die gediegene Couture-Welt durcheinander. Heute gilt der nach wie vor jugendlich wirkende Designer selbst als Institution.

Ruhige, doch nicht weniger kunstvolle Entwürfe gab es bei Givenchy. Der Süditaliener Riccardo Tisci hatte sich diesmal von „Matrosen und Nixen“ inspirieren lassen und übersetzte dies in sein melancholisches Frauenbild. Abstehende Stoffbahnen, überdimensionale Schirme als Hut und schräge Schnitte ließen lange Kleider oder kürzere Bermuda-Ensembles in Weiß, Schwarz oder Marineblau architektonisch erscheinen. Daneben gibt es wild gemusterte, metallisch schillernde Anzüge und weichere Roben in matten Farben mit aufwendigen Stoffrosen.

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