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Die Hauptstadtmusikanten


Frei mit Grimm. Es war einmal ein Esel, ein Hund, eine Katze und ein Hahn. Die 4 waren Ladenhüter ihrer 4 Bettelstädte und wollten hoch hinaus & Cashcows werden. Zuallererst verboten die 4 das Betteln und den Bettelkindern den Schulbesuch. Diese Säuberung hielten sie für schlau, christlich und hauptstädtisch.

Im untergehenden Europa erblickten die 4 eine letzte Chance, Hauptstadt zu werden. Der Esel wieherte très galante „I A“ und stellte sich vor, er sei Maire von Paris und stehe vor dem Eiffelturm, dabei war‘s der Katzenturm. Der blaublütige Mops hielt sich für den einbahnigen Grafen von Monte Christo. Die Plüschkatze bildete sich ein, sie sei Merkel und säße auf dem Berliner Funkturm, dabei war’s der Moschtbirnenbaum. Der Hahn stolzierte als Freiheitsstaute am See hin und her und wähnte sich in Manhattan. Das war alles ziemlich bregenzt.

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Maire der Esel, Mops der Graf, Merkel die Plüschkatze und Liberty, der begrenzte Hahn gaben ihr erstes Hauptstadlkonzert. „I a, wau wau, miau, Kikriki liberty, grüsele” . Die grünen Handsupmäuse stimmten in bemerkenswert gymnastischer Flecksibilität gegen & für sich zugleich auf & nieder immer wieder. Nordkorea in Schwarzenberg! Nur 4 Emsige und 1 Rotemser erkannten der übergeschnappten Kaiser neue Kleider und stimmten dagegen, als es hieß: “Hands up!“ Hei wie fuhren die Hände der Parteireisgänger hoch.

Dann zog die Plüschkatze heim ins Rollsroycmuseum und ihre städtischen Ja-Knappen trittrollerten hinten nach. Der Hahn ließ sich per Hubschrauber an den See transportieren, Mops bellte und bestellte für die Seinen einen Hauptstadthumpen. Der Esel zog mit seinem Karren zur Felsenau, die bereits zugemauert wurde. Die noch verbliebenen heimischen Künstler brachte die Kulturhauptstadtsoldateska im Traktor auf den Feldern des Walgau aus.

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Zanzen
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