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Die Festspiele der Handballer mögen beginnen

Sie waren es sieben Jahre lang gewohnt, als die Gejagten in die Handball-Liga Austria zu starten. Nach der längsten Erfolgserie in der Geschichte mit sieben Titelgewinnen in Folge (von 2004 bis 2010) findet sich das Team von A1 Bregenz nun in der Rolle des ersten Jägers von 2011-Meister Margareten.

Bregenz-Coach Martin Liptak, seit 2008 im Amt, hat die Finalniederlage gegen die Fivers sportlich fair hingenommen, allerdings auch gleich eine Kampfansage hinterhergeschickt: „Es war im Prinzip keine Wachablöse. Bregenz ist seit vielen Jahren für jeden Gegner ein Herausforderung, und wir werden hoffentlich noch lange den Status des Gejagten innehaben.“ Liptak sah in der Vorsaison die Ursache für den Vizemeistertitel vielmehr in der Verletzungsmisere, die sich über die gesamte Saison hingezogen hat:

„Wir hatten zu Saisonbeginn mit Matthias Günther, Gernot Watzl und Lukas Frühstück drei Leistungsträger wegen Verletzungen bis ins Frühjahr nicht zur Verfügung. Dies hat uns im Kampf um den Meistertitel vorzeitig aus dem Kurs gebracht. Im Prinzip war der Gewinn des Vizemeistertitels ein Erfolg, den uns niemand zugetraut hat“, betont der 47-jährige Slowake.

Jede Position doppelt besetzt

Nicht zuletzt deshalb war Liptak heilfroh, einmal eine Vorbereitung ohne viele Hindernisse absolviert zu haben. „In meiner Zeit als Trainer in Bregenz hat es praktisch jede Saison sechs bis acht Veränderungen im Kader gegeben. Jetzt war es erstmals so, dass wir ohne größere personelle Probleme die Vorbereitung durchziehen konnten. Dies sollte sich von Beginn an positiv auswirken“, so Liptak. In seinem vierten Jahr als Chefcoach in Bregenz hat sich Liptak große Ziele vorgenommen. Neben dem Gewinn des HLA-Titels will man auch nach vier mageren Saisonen im ÖHB-Cup und zusätzlich im EHF-Cup so lange wie möglich mitspielen.

„Ich habe einen Kader zur Verfügung, der auf jeder Position doppelt besetzt ist. Deshalb wird es oft Rotationen in der Aufstellung geben.“ Angesicht des eingespielten Kaders ist der rot-weiß-rote Rekordmeister auch in der neuen Spielzeit einer der Topfavoriten. Im Gegensatz zu anderen Klubs hat sich im Kader und Bankpersonal bei Bregenz fast nichts geändert. Der Abgang von Kreisläufer Fabian Posch wurde durch Andras Podvrsic mindestens ebenbürtig kompensiert, einzig der überraschende Rücktritt von Björn Tyrner war nicht eingeplant.

Doch auch hier sollte es möglich sein, diese Lücke zu schließen. „Die Vorbereitung verlief zufriedenstellend, und jetzt gilt es, auf dem Parkett die standesgemäßen Taten zu zeigen. Wir wollen attraktiven Handball zeigen und alles daran setzen, dass es in dieser Saison wieder echte Handball-Festspiele in Bregenz gibt und der Meisterpokal am Ende wieder in der HB-Arena Rieden steht“, so Liptak kämpferisch.

NochsechsTage bis zum Start

Die Handball-Liga Austria kann mit einem Novum im nationalen Handballsport aufwarten. Erstmals wird in der am 3. September beginnenden Saison 2011/12 ein offizielles Punktspiel unter freiem Himmel stattfinden. Schauplatz der Partie zwischen den HC Linz und dem UHK Krems ist die HAKA-Arena in Traun, in der 1300 Sitz- und 5500 Stehplätze zur Verfügung stehen. Die Inspiration holte man sich beim Eishockey. Am 9. Jänner 2010 wurde das Kärntner Derby zwischen dem KAC und Villach in der Wörthersee-Arena vor 30.500 Zuschauern ausgetragen. Doch nicht nur im organisatorischen Bereich, auch aus sportlichen Sicht hat sich einiges getan in der obersten Spielklasse. Noch nie zuvor waren die Klubs so aktiv in der Transferzeit wie in diesem Sommer. Besonders jene vier Teams, die zuletzt in der Abstiegsrunde (ab Rang sechs im Grunddurchgang) um den Klassenerhalt kämpften, haben ordentlich „zugeschlagen“.

West Wien, Serienmeister der 90er-Jahre, kann nach den Verpflichtungen der ÖHB-Teamspieler Konrad Wilczynski und Patrick Fölser bzw. des Ex-Bregenz-Linkshänders Milan Ivanovic (Srb) und des Litauers Augustas Strazdas als „Transfer-König“ bezeichnet werden. Doch auch Leoben will die Steiermark aus dem Dornröschenschlaf erwecken, hat mit Spyridon Balomenos (Gre) bzw. Domagoj Surac (Cro) zwei Spieler mit viel Erfahrung geholt. In der 1. Deutschen Bundesliga bei Balingen spielte zuletzt auch der Neuzugang von Bärnbach/Köflach, Vlatko Mitkov (Mkd). Ebenfalls einen ehemaligen Deutschland-Legionär hat der Vorjahrs-Dritte Krems mit dem Serben Uros Lazarevic unter Vertrag genommen. ÖHB-Cupsieger Schwaz hat sich neben Bregenz-Kreisläufer Fabian Posch mit Milan Torbica (Srb) verstärkt, Innsbruck sicherte sich die Dienste von Teamspieler Maximilian Hermann und Dragolub Perovic (Srb).

Hard-Auftakt zu Hause

Während Vizemeister A1 Bregenz zum Saisonstart (3. September) in Leoben gastiert, empfängt der Vorjahrs-Vierte Alpla HC Hard die HSG Bärnbach/Köflach. Die Ländle-Derbys im Grunddurchgang werden am 1. Oktober in Hard bzw. 3. Dezember in Bregenz über die Bühne gehen.

„RoteTeufel“ wollen gewichtige Rolle spielen

Die Lehren aus dem verflixten 13. Jahr nach dem Aufstieg in der Saison 1998/99 sind gezogen, und nach dem vierten Rang im Endklassement wollen die „RotenTeufel“ vom Bodensee endlich wieder eine gewichtige Rolle im Kampf um den HLA-Titel mitreden. Nach dem Gesetz der Serie würde nach einem fünften Rang 2010 und Platz vier in der letzten Spielzeit eigentlich nun ein Podestplatz kommen. Doch von einer genauen Endplatzierung distanziert man sich im Lager der Harder. Sportchef Hansjörg Füssinger: „Es bringt nichts, sich zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Platzierung festzulegen. Wir wollen von Spieltag zu Spieltag schauen, primäres Ziel in der ersten Phase ist das Erreichen der Meisterrunde“, so Füssinger. Mit dem Anspruch, attraktiv, schnell und erfolgreich zu spielen, soll sich das Team von Coach Markus Burger in der extrem starken und ausgeglichenen Liga behaupten und dabei Qualität mit Können kombinieren.

Burger: „Spieler, Umfeld und Fans, alle freuen sich riesig auf begeisterte und dramatische Duelle gegen altbekannte Gegner.“ Die Zusammenstellung des Kaders erfolgte nach dem Motto „Mehr Qualität statt Quantität“, so Füssinger: „Mit dem 21-jährigen Marko Krsmancic haben wir einen spielstarken und wurfkräftigen Regisseur gefunden, der uns bislang gefehlt hat. Ich bin überzeugt, dass mit ihm unser Spiel schneller und variantenreicher sein wird und er uns ganz sicher weiterbringen wird“, erklärt Coach Burger. Daneben soll der 29 Jahre alte Golub Doknic mit seiner Routine Goalie Jürgen Suppanschitz entlasten. Er wurde vorerst bis Ende des Jahres (mit Option bis zum Saisonende) verpflichtet. „Wir wollten Thomas Huemer nach seinem dritten Kreuzbandriss die notwendige Zeit lassen, um wieder voll fit zu werden.“

Acht Harder im Kader

Neben Krsmancic und Dok­nic gab es keine weiteren Neuzugänge. Etwaige weitere Kandidaten für die Kampfmannschaft will man aus den Reihen der eigenen Jugendabteilung rekrutieren. Mit Andriy Kuzo wurde ein Ex-Profi als Trainer gefunden, der die Talente auf Vordermann bringen soll und zusätzlich Burger als Assistent unterstützen soll. Füssinger: „Wir sind stolz darauf, mit Schmid, Knauth, Kathrein, Michael und Philipp Jochum, Raschle, Rigas und Zivkovic gleich acht Harder im Kader zu haben. Gerade ein Spieler wie Robert Weber hat gezeigt, dass der Verein ein großes Potenzial besitzt und wir trotz fehlender Infrastruktur wie einem Gymnasium für junge Leute aus der Region die Möglichkeit besteht, auch bei uns den Sprung an die Spitze zu schaffen. Natürlich ist dies nur mit einem finanziellen Mehraufwand realisierbar, doch diese Hürde nehmen wir in Kauf. Das Publikum braucht den familiären Bezug zum Mannschaft, und am besten ist dieser eben über Eigenbauspieler zu bewerkstelligen“, betont Füssinger.

Saison-Opening abgesagt

Bedingt durch die Absage der HSC Suhr-Aarau (personelle Probleme) fällt das morgen geplante Saison-Opening aus, Saisonstart ist am Samstag ab 19 Uhr zu Hause gegen Bärnbach/Köflach.

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