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Die "300 Milliarden Euro"-Evolution

Mercedes Studio F 015 - Luxury in Motion.
Mercedes Studio F 015 - Luxury in Motion. ©AP
Selbstfahrende Autos: Abstrakte Zukunftsmusik oder bald Realität?

In drei Jahren will Tesla-Chef Elon Musk mit dem ersten selbstfahrenden Auto auf den Markt kommen. Das hat er im Rahmen der Präsentation des „Model X“, einem Elektro-SUV, bekräftigt. Bereits 2013 ließ Musk in einem Interview mit den New York Times aufhorchen: „Technologien, die für den Lenker das Fahren übernehmen, sind ein logischer Schritt in der Evolution der Auto-Entwicklung“. Mit Hochdruck arbeiten natürlich auch die traditionellen Autobauer wie zum Beispiel BMW, Mercedes, Volvo, GM, VW oder Audi an Systemen, die autonomes Autofahren erlauben sollen.

elon-musk-freisteller-AP
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»Technologien, die für den Lenker das Fahren übernehmen, sind ein logischer Schritt in der Evolution der Auto-Entwicklung (Elon Musk in New York Times, 2013)«
SELBSTFAHRENDER MERCEDES BEI ARS ELECTRONICA
SELBSTFAHRENDER MERCEDES BEI ARS ELECTRONICA

Technik ist kein Problem

Dabei dürfte die technische Seite das kleinste Problem für die Autohersteller sein, wie auch schon verschiedene Tests gezeigt haben. Das tatsächliche Probleme liegt derzeit bei den Kosten sowie in der aktuellen Gesetzeslage und anderen Regulierungen, die erst geändert werden müssen. Denn nach aktuellem Stand würde kein selbstfahrendes Auto eine Straßenzulassung bekommen. Das wiederum relativiert dann auch den Drei-Jahres-Plan des visionären Tesla-Chefs Elon Musk.

wendel-google
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Tech-Riesen mischen mit

Aber nicht nur die traditionellen Autohersteller arbeiten an selbstfahrenden Autos: Mit Google drängt hier auch ein Tech-Gigant in die Automobilsphäre vor. Einer der Masterminds des selbstfahrenden Google-Autos ist der Vorarlberger Andreas Wendel. Der gebürtige Feldkircher schreibt Algorithmen, die Autos das „Sehen“ beibringen. Genauer gesagt: Seine Software erlaubt es den Autos, aus Kamerabildern jene Informationen zu extrahieren, die ihnen das Navigieren auf der Straße erst ermöglichen. Im Gegensatz zur Konkurrenz verzichtet Google komplett auf ein Lenkrad oder Pedale. Mit Apple ist in der Zwischenzeit offensichtlich ein weiterer Tech-Konzern ins Rennen eingestiegen. Der IT-Riese soll angeblich bereits erste Tests angemeldet haben.

bmw-auto
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S-Klasse schon sehr weit

Audi wird 2017 den A8 mit einem Autopiloten vom Band schicken. Die S-Klasse von Mercedes schafft es theoretisch schon heute in vielen Situationen ohne Eingriffe des Fahrers durch den Verkehr. BMW plant ein autonom fahrendes Auto mit Serienreife bis 2020. „Automatisiertes Fahren ist für die Branche die Wachstumsmaschine der nächsten 15 Jahre“, sagt CAR-Chef Ferdinand Dudenhöffer gegenüber Welt.de. Experten rechnen damit, dass der Umsatz mit Assistenten und teil-automatisierten Systemen im Jahr 2030 auf mehr als 300 Milliarden Euro ansteigen wird. Damit ist klar: Selbstfahrende Autos sind keine Zukunftsmusik!

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