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Deutschland und Ghana im Achtelfinale

Deutschlands Fußball-Nationalteam hat sich am Mittwoch bei der WM in Südafrika den Sieg in der Gruppe D geholt. Die Truppe von Coach Joachim Löw setzte sich gegen Ghana in einer ausgeglichenen Partie vor 80.000 Zuschauern im Soccer-City-Stadum von Johannesburg knapp mit 1:0 (0:0) durch.
Serbien - Australien
Deutschland - Ghana

Mann des Spiels war Mesut Özil, der mit einem herrlichen Linksschuss aus 20 Metern den Endstand herstellte (60.).

Deutschlands Jerome Boateng entschied damit das Duell mit seinem für Ghana spielenden Halbbruder Kevin-Prince Boateng für sich. Der doch überraschend für Holger Badstuber in die Startformation gerutschte Jerome spielte auf der linken Abwehrseite bis zur 73. Minute, Kevin-Prince, der in der englischen Liga DFB-Kapitän Michael Ballack schwer verletzt hatte, im zentralen defensiven Mittelfeld durch. Beide lieferten allerdings ziemlich unauffällige Leistungen ab.

Doch auch die Afrikaner durften jubeln. Dank des 2:1-Siegs von Australien gegen Serbien im Parallelspiel schafften auch sie wie schon 2006 in Deutschland den Aufstieg ins Achtelfinale. Deutschland bekommt es nun am Sonntag in der nächsten Runde mit England zu tun, Ghana hat trotz Gruppenrang zwei mit der USA – bereits am Samstag – wohl die leichtere Aufgabe.

In einer spannenden Partie übernahmen die Deutschen von Beginn an das Kommando. Cacau, der von Beginn an den gesperrten Klose ersetzte, prüfte Ghana-Goalie Kingson mit einem allerdings zu schwachen Schuss schon in der dritten Minute. Eine Podolski-Flanke wurde von Jonathan Mensah gefährlich abgefälscht, Ghanas Schlussmann war aber auf dem Posten (10.). Die beste Chance der DFB-Auswahl machte ebenfalls der starke Kingson zunichte. Özil lief alleine auf den Wigan-Athletic-Ersatzgoalie zu, der Ghana-Goalie war aber mit einer starken Fußabwehr zur Stelle (25.).

Ab diesem Zeitpunkt trauten sich die Westafrikaner mehr zu, wurden offensiver und hatten auch mehr Spielanteile. DFB-Kapitän Lahm rettete bei einem Kopfball des starken Gyan auf der Linie (26.). Es war allerdings trotzdem die einzige Möglichkeit der Truppe von Coach Milovan Rajevac vor der Pause. Aufseiten der Deutschen hätte Schweinsteiger mit einem Freistoß das 1:0 machen können, Kingson wehrte den vor ihm aufspringenden Ball aber gut zur Seite ab (41.)

Nach dem Seitenwechsel setzten sich Lahm und Co. in der Hälfte des Gegners fest, vorerst fehlten aber die Ideen. Deshalb war auch ein Geniestreich von Özil nötig, um in Führung zu gehen. Der Werder-Bremen-Offensivspieler zog mit links aus 20 Metern ab und traf unhaltbar für Kingson genau ins Eck (60.).

Der Gegentreffer war wie ein Weckruf für die Ghanaer, die wie schon in der ersten Hälfte mit Fortdauer der Spielhälfte immer besser wurden. Jerome Boateng beförderte das runde Leder nach einem schönen Tagoe-Kopfball glücklich zur Ecke (61.). Fünf Minuten später hatten die Deutschen noch mehr Glück. Lahm warf sich in einen Ayew-Schuss und der Ball ging gerade noch über das Tor, Neuer wäre machtlos gewesen (66.).

Danach flaute die Partie ab, beide Teams schienen sich dank des “positiven” Resultats im anderen Spiel mit dem Ergebnis zufriedenzugeben. Für die Deutschen gab es in der Schlussphase aber auch noch eine schlechte Nachricht, Bastian Schweinsteiger musste mit einer Oberschenkelverletzung ausgetauscht werden.

Die Deutschen sind damit weiterhin noch nie bei der WM nach der Gruppenphase auf der Strecke geblieben und haben in den jüngsten fünf Turnieren immer das erste und dritte Gruppenspiel gewonnen. Bei Ghana machte sich einmal mehr ihre Offensivschwäche bemerkbar, sie haben nun schon in den jüngsten 13 Länderspielen nicht mehr als einen Treffer pro Partie erzielt. Und beim Turnier in Südafrika ist ihnen noch kein Treffer aus dem Spiel geglückt, sowohl gegen Serbien (1:0) als auch gegen Australien (1:1) hatte Asamoah Gyan jeweils vom Elfmeterpunkt getroffen.

 

Australien trotz Sieg ausgeschieden

Australien hat am Mittwochabend in Nelspruit in einer mitreißenden Partie einen 2:1-(0:0)-Sieg über Serbien gefeiert, aber trotzdem das Achtelfinale der FußballWM in Südafrika verpasst. Die Treffer vor 37.836 Zuschauern erzielten Tim Cahill (69.) und Brett Holman (73.) bzw. Marko Pantelic (84.). Da sich Deutschland im Parallelspiel in Johannesburg gegen Ghana 1:0 (0:0) durchsetzte, blieb das Team von “down under” aufgrund der schlechteren Tordifferenz gegenüber den punktegleichen Westafrikanern als Gruppendritter auf der Strecke.

Und Serbien, das nach dem 1:0-Erfolg über Deutschland fix mit der Runde der letzten 16 gerechnet hatte, muss ebenfalls die vorzeitige Heimreise antreten. Die wie schon beim 1:1 gegen Ghana erneut beherzt kämpfenden Australier kostete letztlich das klare 0:4-Debakel im Auftaktmatch gegen Deutschland den Aufstieg. Serbien hatte sein erstes Spiel gegen Ghana (0:1) ebenfalls verloren und schloss die Gruppe D nur an enttäuschender vierter und letzter Stelle ab.

Die Serben erwischten den viel besseren Start und hatten gleich zu Beginn tolle Chancen, aber Milos Krasic scheiterte zunächst an Schlussmann Mark Schwarzer (6.), der ihm im zweiten Duell den Winkel so spitz machte, dass der rechte Flügelstürmer den Ball über das Tor jagte (12.). Und auch gegen Branislav Ivanovic, der vom Fünfer zum Schuss kam, blieb der Goalie der “Socceroos” Sieger (23.). Australien kam dagegen erst in Minute 32 zur ersten Möglichkeit, doch Cahills Kopfball flog ebenso am Tor vorbei wie auf der Gegenseite jener von Mittelstürmer Nikola Zigic (34.).

Aber im Finish von Hälfte eins kamen dann die “Aussies” auf und waren auch nach dem Wechsel die klar tonangebende Mannschaft. Die Serben verlegten sich dagegen in der Hoffnung auf einen deutschen Sieg im anderen Spiel vorerst aufs Kontern und vergaben durch Zigic die nächste Großchance (53./drüber). Danach waren die Australier am Drücker, aber Bresciano aus der Ferne (59., 64.) und Cahill per Kopf (61.) scheiterten am serbischen Goalie Vladimir Stojkovic.

Die Serben kamen nur noch selten zu Entlastungsangriffen, die aber gefährlich ausfielen, so auch als nach Jovanovic-Flanke Zdravko Kuzmanovic knapp über das Tor köpfelte (68.). Und diese nächste vergebene Top-Möglichkeit sollte sich sofort rächen, denn im Konter besorgte Cahill nach Maßflanke von Wilkshire per Kopf die verdiente Führung für die Australier (69.). Nach diesem Treffer mussten die Serben reagieren, um ihre Aufstiegschance zu wahren, die aber in Minute 73 den nächsten schweren Dämpfer erhielt: Brett Holman, der bereits beim 1:1 gegen Ghana getroffen hatten, fasste sich ein Herz und zog aus 25 Metern genau ins Eck zum 2:0 ab.

Erst nach dem Treffer des eingewechselten Ajax-Amsterdam-Stürmers Marko Pantelic, der einen Schnitzer von Schwarzer ausnutzte und abstaubte, durfte das Team von Radomir Antic, das in der WM-Qualifikation souveräner Sieger der Österreich-Gruppe geworden war, wieder Hoffnung schöpfen. Denn bei einem 2:2 wären die Serben weiter gewesen, doch ihre Schlussoffensive brachte keinen weiteren Treffer. Auf der Gegenseite ließen Kennedy (87.) und Culina (94.) Sitzer zum 3:1 aus. Die “Aussies” hätten aber schon 5:1 gewinnen müssen, um noch Zweiter hinter Deutschland zu werden und den Aufstieg zu schaffen.

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