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Deutschland: Einigung im AEG-Konflikt

Nach über fünfwöchigem Streik hat es bei den Verhandlungen über einen Sozialplan für die Beschäftigten des AEG-Stammwerks in Nürnberg eine Einigung gegeben.

Das teilte ein Sprecher der Gewerkschaft IG Metall, Reiner Peters-Ackermann, am Dienstag mit. Das Ergebnis sei für die IG Metall „zufriedenstellend“. Bei den Verhandlungen ging es um einen Sozialplan für die 1.750 Beschäftigten des Werks, das im kommenden Jahr geschlossen werden soll. Ein genaues Datum steht den Angaben zufolge noch immer nicht fest.

Nach den Worten von Peters-Ackermann wurde für die Abfindungen ein Faktor von 1,8 ausgehandelt. Das heißt, die Beschäftigten bekommen als Abfindung pro Beschäftigungsjahr 1,8 Monatslöhne. Zudem sollen die Mitarbeiter nach Schließung des Werks für weitere zwölf Monate in einer Beschäftigungsgesellschaft bezahlt werden. Die IG Metall hatte ursprünglich eine Abfindung von drei Monatslöhnen pro Beschäftigungsjahr sowie eine bis zum Jahr 2010 laufende Beschäftigungsgesellschaft gefordert. Electrolux hatte in einem ersten Angebot 0,7 Monatsgehälter sowie zwölf Monate Beschäftigungsgesellschaft angeboten.

Die Ergebnisse der Einigung sollten noch am Vormittag den Beschäftigten mitgeteilt werden, zeitgleich tagte die Tarifkommission. In den kommenden Tagen wird dann entschieden, ob der Streik beendet wird, den die AEGler in Nürnberg vor mehr als fünf Wochen begonnen hatten. In den festgefahrenen Arbeitskampf war erst am Wochenende wieder Bewegung gekommen, nachdem sich der ehemalige bayerische Wirtschaftsminister und jetzige Bahn-Vorstand Otto Wiesheu als Vermittler eingeschaltet hatte. Die entscheidende Verhandlungsrunde hatte am späten Montagnachmittag begonnen und dauerte über 15 Stunden.

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