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Deutschland droht schlimmste Rezession

Besserung scheint frühestens 2010 möglich. Die Deutsche Bundesbank erwartet für 2009 ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,8 Prozent.

Der Chefvolkswirt der Deutschen Bank hält sogar einen dramatischen Einbruch um 4 Prozent für möglich.

Die Auftragseingänge der Industrie sind im Oktober erneut deutlich zurückgegangen. Der Bundesrat billigte unterdessen das milliardenschwere Konjunkturpaket der Bundesregierung.

Die deutsche Regierung und führende Wirtschaftsforschungsinstitute rechneten zuletzt noch mit einem minimalen Plus von 0,2 Prozent. Die Aussichten hätten sich seit Herbstbeginn “markant verschlechtert”, schreibt jedoch die Bundesbank in ihrer am Freitag in Frankfurt veröffentlichten halbjährlichen Wirtschaftsprognose. Die Unsicherheiten seien außerordentlich hoch. Auch ein kurzfristig deutlich schärferer Konjunktureinbruch wäre “keineswegs abwegig”.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) war bereits im dritten Quartal 2008 um 0,5 Prozent und damit zum zweiten Mal in Folge gesunken. Damit steckt Deutschland nach gängiger Definition bereits in einer Rezession. Zum letzten Mal ist die deutsche Wirtschaft 1993 nach dem Wiedervereinigungsboom um 0,8 Prozent geschrumpft, das stärkste Minus gab es 1975 mit 0,9 Prozent während der Ölkrise.

Die Bundesbank erwartet eine Erholung der Konjunktur erst 2010. Das BIP soll dann um 1,2 Prozent wachsen. Gründe für den Wirtschaftseinbruch sind nach der Analyse der Bundesbanker vor allem der Rückgang der Auslandsnachfrage. Zugleich seien vom privaten Verbrauch “keine nennenswerten Impulse zu erwarten”.

Die Auftragseingänge der Industrie sanken nach Angaben des Wirtschaftsministeriums im Oktober um 6,1 Prozent – nach 8,3 Prozent im September. “In der Tendenz nimmt die Nachfrage aus dem Ausland und hier speziell die aus der Eurozone stärker ab als die aus dem Inland”, erklärte das Ministerium. Die Industrieproduktion werde sich deshalb in den kommenden Monaten weiter rückläufig entwickeln.

Die Arbeitslosigkeit dürfte sich nach Einschätzung der Bundesbank im Jahresdurchschnitt 2009 und 2010 jeweils um mehr als 100.000 Personen erhöhen. Das würde allerdings “im Vergleich mit früheren zyklischen Schwächephasen keinen harten Rückschlag bedeuten”. Ein Grund dafür sei, dass die Unternehmen zunächst Überstunden und Arbeitszeit abbauen wollten. Bei der Leiharbeit könne es allerdings zu empfindlichen Kürzungen kommen. Die Gewerkschaft ver.di rechnet damit, dass bis zu 120.000 Leiharbeiter ihre Jobs verlieren könnten.

Positiv aus Verbrauchersicht dürften sich die Preise entwickeln. Die Inflationsrate könnte sich der Bundesbank zufolge um die Jahresmitte 2009 bis auf weniger als 0,5 Prozent reduzieren oder sogar negativ werden. Ab Herbst 2009 werde sie aber wieder ansteigen.

Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Walter forderte eine auf ein Jahr befristete Senkung der Mehrwertsteuer von jetzt 19 auf 16 Prozent. Ohne Steuersenkung könnte das Bruttoinlandsprodukt 2009 um bis zu 4 Prozent einbrechen, sagte Walter der “Bild”-Zeitung. “Die Wahrscheinlichkeit dafür beträgt rund ein Drittel.”

Der Bundesrat verzichtete am Freitag entgegen früheren Ankündigungen darauf, das Konjunkturprogramm der Regierung zu stoppen und den Vermittlungsausschuss anzurufen. Von dem Paket erhofft sich die Regierung bis zu 50 Mrd. Euro an Investitionen und die Sicherung von einer Million Arbeitsplätzen in den kommenden zwei Jahren.

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