Deutschland droht "Pommes-Krise"

Nach einer miserablen Kartoffel-Ernte 2006 müssen sich die Verbraucher in Deutschland auf einen Preisschub bei Pommes frites und Chips einstellen. Ein kräftiger Preisschub steht bevor.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass die Ernte jemals so schlecht war“, sagte Horst-Peter Karos, Geschäftsführer des Bundesverbandes der obst-, gemüse- und kartoffelverarbeitenden Industrie (BOGK), dem Magazin „Profil – das bayerische Genossenschaftsblatt“ (Februar-Ausgabe).

Einige Landwirte hätten wegen großer Sommerhitze und mangelnden Regens fast die Hälfte ihrer Ernte verloren. Ein Großteil der Knollen habe zudem Qualitätsmängel, die sie für eine Weiterverarbeitung zu Pommes frites oder Chips ungeeignet machen. „In Deutschland droht eine Pommes-Krise“, hieß es.

Derzeit liefen die Maschinen auf Hochtouren, um Lagerbestände zu verarbeiten, bevor sie völlig unbrauchbar werden, sagte Karos. „Es besteht Sorge, dass im Frühjahr die Bänder wegen mangelnder Versorgung still stehen.“ Bereits im Dezember seien die Preise für Industrie-Kartoffeln extrem hoch gewesen, und ein Ende der Preisspirale nach oben sei nicht absehbar. Bayern sei weniger schlimm von der Krise betroffen. Die bayerischen Anbaugenossenschaften, mehrheitlich Vertragsbauern der Lorenz Bahlsen Snack-World GmbH („Crunchips“), seien mit Ernteausfällen zwischen 10 und 20 Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon gekommen.

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