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Deutsches Haushaltsdefizit gesunken

Wegen der kräftig sprudelnden Steuereinnahmen haben Bund, Länder und Gemeinden in Deutschland im ersten Halbjahr höhere Einnahmen erwirtschaftet, während sie gleichzeitig weniger ausgaben.

Das Finanzierungsdefizit der öffentlichen Haushalte sank im ersten Halbjahr 2006 auf 29,1 von 64,0 Mrd. Euro im Vorjahreshalbjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag auf Basis der vorläufigen Ergebnisse der Kassenstatistik mit.

Die Einnahmen stiegen um 6,5 Prozent auf rund 470 Mrd. Euro, während die Ausgaben um 1,3 Prozent auf knapp 500 Mrd. Euro sanken. Mit einem Plus von 7,8 Prozent legten die Einnahmen des Bundes am kräftigsten zu. Ursachen dafür sind vor allem die stark gestiegene Steuereinnahmen, die um rund neun Prozent zulegten, sowie die Mehreinnahmen aus der Lkw-Maut.

Die gesetzliche Sozialversicherung fuhr in den ersten sechs Monaten einen Finanzierungsüberschuss von 8,6 Mrd. Euro ein, nachdem sie im Vorjahreshalbjahr noch ein Defizit von rund sieben Mrd. Euro aufwies. Die öffentlichen Kassen deckten ihr Defizit im ersten Halbjahr durch die Aufnahme von Kredite in Höhe von netto 15,2 Mrd. Euro und sonstige Finanzierungen – darunter vor allem Kassenkredite – von rund 14 Mrd. Euro.

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