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Deutscher Jugendliteraturpreis vergeben

Bilder bleiben im Kopf
Bilder bleiben im Kopf ©APA (dpa)
Auf der Frankfurter Buchmesse ist am Freitagabend der mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Deutsche Jugendliteraturpreis in sechs Kategorien vergeben worden. Der Sonderpreis für das Gesamtwerk Illustration in Höhe von 10.000 Euro ging an die Hamburgerin Jutta Bauer.

“Jutta Bauers Bilder bleiben im Kopf. Wenige Details reichen ihr, um die Doppelbödigkeit von Situationen aufzuzeigen, den Unterschied zwischen Sein und Schein zu verdeutlichen”, hieß die Begründung der Jury. Die anderen Preisträger erhalten je 8.000 Euro.

Den Preis für das beste Bilderbuch erhielten der Australier Shaun Tan, der Übersetzer Eike Schönfeld und Dirk Rehm für “Geschichten aus der Vorstadt des Universums” (Carlsen). “Bilder und Worte gehen in diesem rundum sorgfältig gestalteten Buch eine perfekte Bindung ein”, begründete die Jury ihre Entscheidung.

Im Bereich Kinderbuch zeichnete die Kritikerjury Andreas Steinhöfel und den Illustrator Peter Schössow für “Rico, Oskar und die Tieferschatten” (Carlsen) aus, eine “Mischung aus Großstadtabenteuer, Sozialroman und Krimi”.

Sieger der Sparte Jugendbuch wurden der Brite Kevin Brooks und sein Übersetzer Uwe-Michael Gutzschhahn mit “The Road of the Dead” (dtv), ein Buch über die Frage, “inwieweit Gewalt ein legitimes Mittel zur Durchsetzung moralischer Verantwortung sein kann”, skizzierte die Jury. Bei den Sachbüchern konnten Wolfgang Korn und Klaus Ensikat mit “Das Rätsel der Varusschlacht” (Fackelträger) überzeugen.

Der Preis der Jugendjury – ebenfalls mit 8.000 Euro dotiert – ging bereits zum zweiten Mal an das Duo Markus Zusak und Alexandra Ernst für “Die Bücherdiebin” (cbj). Nach Meinung der jugendlichen Experten “sind viele Jugendromane über Einzelschicksale im Zweiten Weltkrieg geschrieben worden, aber erzählerisch reicht keiner an dieses Buch heran.”

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