Deutscher Frenzel holte erstes Kombi-Gold

Sechs Sekunden Vorsprung für den Langlauf
Sechs Sekunden Vorsprung für den Langlauf
Zum zweiten Mal innerhalb von knapp 15 Stunden jubelten im Schanzen-Auslauf der RusSki Gorki-Arena in Krasnaja Poljana die Deutschen. Nach dem Sensationsgold von Carina Vogt im Damen-Skispringen am Vorabend sprintete Topfavorit Eric Frenzel bei den Nordischen Kombinierern zum Olympiasieg.
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Er gewann 4,2 Sekunden vor dem Japaner Akito Watabe, Bronze holte 8,1 Sekunden dahinter Norwegens Magnus Krog. Für Österreichs Quartett war wie schon nach dem Sprung-Teil von der Normalschanze befürchtet, nichts zu holen. Bester ÖSV-Athlet wurde Christoph Bieler, der mit 40,2 Sekunden Rückstand auf Frenzel als Elfter ins Ziel kam und die Top Ten um zwei Sekunden verpasste. Hinter ihm kam, allerdings weitere 24,1 Sekunden später, Lukas Klapfer als Zwölfter ins Ziel.

Letzterer hatte nach Rang fünf nach dem Springen noch bis zu Kilometer 2,5 sogar etwas Boden gutgemacht und sich auf Platz drei vorgekämpft. Danach wurde er aber durchgereiht, letztlich überholte ihn auch der auf der Loipe dreizehntbeste Läufer, Bieler.

Schwächen auf der Schanze

“Ich wusste, dass es saueng zugeht. Es muss einfach alles passen für eine Medaille. Ich habe mir im Langlauf von Anfang an schwergetan. Zuerst war das Tempo so niedrig, und als Pittin dann nach vorne gegangen ist, wurde es so schnell, dass ich und der Christoph abgerissen sind, damit war es für uns vorbei”, analysierte Klapfer sein Rennen.

Die selektive Loipe mit Start und Ziel im Auslauf der beiden Olympia-Schanzen taugte Bieler. Er war mit seinem Lauf sehr zufrieden, er ist schon seit längerem von seiner Performance in der Loipe angetan. “Ich bin fast das ganze Rennen mit den besten Läufern der Welt in der Gruppe gewesen und das Problem war einfach, dass ich zum Schluss hinaus immer zu schlecht positioniert war”, meinte Bieler. Die Lücke sei dann bei jedem Stieg größer geworden. “Was drin wäre sieht man, wenn man die Zeitrückstände anschaut. Liegenlassen habe ich es definitiv auf der Schanze.”

Nächste Chance Dienstag

Für den zweifache Team-Olympiasieger Mario Stecher reichte es vier Sekunden vor Wilhelm Denifl nur zur Rang 18. “Das war heute im Endeffekt dann nur noch ein schnelles Training, allerdings es ist von Haus aus schon schwierig, wenn man nach dem Springen so weit hinten liegt”, meinte der Steirer.

Willi Denifl, der mit 33 ein spätes Olympiadebüt feierte. “Es hat extrem viel Spaß gemacht. Ich habe es brutal genossen, hier im Stadion, das war so laut. Ich habe es auf der Schanze verloren, ich bin dann mutig ins Rennen reingegangen”, erklärte Denifl.

Für die Kombinierer gibt es nun eine sechstägige Wettkampf-Pause. Der zweite Bewerb geht am 18. Februar vom großen Bakken in Szene, für den sich die Österreicher eine klar verbesserte Sprungleistung wünschen.

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