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Deutscher Doppelmordverdächtige soll in Zug in Untersuchungshaft

Der mutmassliche Doppelmörder von Mansfeld soll in Zug in Untersuchungshaft gesetzt werden. Dies beantragen die Zuger Strafverfolgungsbehörden trotz einem deutschen Auslieferungsbegehren, wie am Donnerstag auf Anfrage in Zug zu erfahren war.

Der 36-Jährige wurde zuvor zum Verschwinden einer Frau im vergangenen Jahr befragt. Die Zuger Behörden hatten den Mann am vergangenen Dienstag zur Verhaftung ausgeschrieben, nachdem sie von der Fahndung wegen des Doppelmordes im deutschen Mansfeld erfahren hatten. Nach seiner Verhaftung durch die Berner Polizei wurde er am Donnerstag nach Zug gebracht und dort vom Staatsanwalt befragt. Die Zuger wollen wissen, welche Rolle der Deutsche in Zusammenhang mit einer vermissten Frau aus Rotkreuz spielte. Seit 23. Juni letzten Jahres fehlt von der Mutter eines zehnjährigen Sohnes jede Spur. Die 47-Jährige war mit dem Deutschen bekannt. Kurz nach ihrem Verschwinden konnte ihr Handy in der Ostschweiz, wo der Deutsche damals wohnte, und in Deutschland geortet werden. Auch verwendete der Mann die EC-Karte der Vermissten in Deutschland.

Inzwischen wurde das Auto des am vergangenen Sonntag ermordeten deutschen Arztes sichergestellt. Es befindet sich bei der Zuger Polizei. Wie nun bekannt wurde, war der Mordverdächtige bereits im Herbst 2007 von den Zuger Strafverfolgungsbehörden in Deutschland befragt worden. Dabei gab er laut Mitteilung zu Protokoll, er habe die Vermisste zuletzt in Rotkreuz gesehen und wisse nichts über ihren Verbleib. Eine viertägige Suchaktion am Rhein verlief Ende Dezember letzten Jahres ohne Ergebnis.

Die Zuger Strafverfolgungsbehörden gaben auch Details aus dem Vorleben des 36-jährigen Deutschen bekannt. Demnach wird er in Deutschland nicht nur wegen Mordes, sondern auch wegen Computerbetrugs, Diebstahls und Besitzes von Kinderpornografie. Es liegen zwei deutsche Haftbefehle vor, einer in Bezug auf den Doppelmord, der andere zwecks Vollstreckung einer Haftstrafe, der sich der 36-Jährige entzogen hatte. Am vergangenen 2. April war er vom Landgericht Halle wegen Betrugs, Kinderpornografie und anderer Delikte zu zwei Jahren und sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ein deutsches Gericht hatte ihn schon 1996 wegen mehrfacher Vergewaltigung eines Callgirls verurteilt; dafür hat er eine mehrjährige Haftstrafe verbüsst.

Am vergangenen Sonntagabend waren in Mansfeld in Sachsen-Anhalt eine 76-jährige Rentnerin und ihr 64-jähriger Arzt getötet worden. Anfang Woche wurde der 36-Jährige mit dem Auto des Arztes an einer deutschen Tankstelle gefilmt. Der Berner Polizei verhaftete den Tatverdächtigen am vergangenen Dienstag in einer Gartenwirtschaft in Walliswil bei Niederbipp.

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