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Deutscher aus Gletscherspalte muss noch auf Intensivstation bleiben

Deutscher überlebte eine Woche in Gletscherspalte.
Deutscher überlebte eine Woche in Gletscherspalte. ©APA
Der am Dienstag nach rund einer Woche aus einer Gletscherspalte in Tirol geborgene Urlauber aus Bayern muss vorerst zur Beobachtung noch auf der Intensivstation bleiben.
Bilder der Rettungsaktion
Alpinisten hörten Hilferufe

Wie es am Mittwoch aus der Universitätsklinik Innsbruck hieß, gehe es dem Mann – “für das was er erlebt hat” – den Umständen entsprechend gut. Möglicherweise habe sich der Alpinist bei seinem 20 Meter-Sturz Brüche zugezogen. Dies müsse erst in Computertomographieuntersuchungen (CT) in den nächsten Tagen abgeklärt werden.

Einziger Proviant: Schokolade

Der aus Franken stammende Bayer sei “extrem erschöpft”, wie seine Ärzte berichteten. Durch den Genuss von Gletscherwasser, das keine Elektrolyten enthalte, könnte es zu einer Nierenschädigung gekommen sein, was ebenfalls noch abgeklärt werden müsse. Der einzige Proviant sei Schokolade gewesen, die der 70-Jährige sehr diszipliniert rationiert und so auf seine Zeit im “Ewigen Eis” aufgeteilt habe.

70-Jähriger war gut ausgerüstet

Nach eigenen Angaben soll der Deutsche vor rund einer Woche vom Westfalenhaus in den Stubaier Alpen gestartet sein. Laut Alpinpolizei hatte der Tourist mehrere Schürfwunden unter anderem am Kopf, die er sich offenbar vor mehreren Tagen zugezogen hatte. Er dürfte in rund 3.000 Metern Höhe auf einer Schneebrücke eingebrochen und rund 20 Meter abgestürzt sein. Er habe zwar keine Steigeisen gehabt, sei aber gut ausgerüstet gewesen. Außerdem habe er genug Flüssigkeit zum Trinken dabei gehabt, hieß es. Der abgeseilte Alpinpolizist fand den Verunglückten auf dessen Rucksack sitzend vor.

Gehört wurden die Schreie von einer dreiköpfigen deutschen Gruppe. Sie konnte den Verunglückten zwar nicht sehen, verständigte aber die Leitstelle und setzte so die Rettungskette in Gang.

(APA)

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