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Deutsche Sicherheitsmitarbeiter erpressten Flüchtlinge

Sicherheitsmitarbeiter in einer Erstaufnahmeeinrichtung in München sollen über Monate hinweg ankommende Flüchtlinge erpresst haben. "Da haben sich mehrere Betroffene gemeldet und angeben, dass sie bedroht wurden: Wenn sie nicht das Geld, das über 750 Euro hinausgeht, herausgeben, dann stehe ihnen die Abschiebung bevor", sagte eine Polizeisprecherin.


Sie bestätigte damit Informationen des Bayerischen Rundfunks. Am Mittwoch habe es deshalb eine Durchsuchung der Einrichtung gegeben. “Es wird ermittelt wegen Erpressung, aktuell gegen drei Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma.” Nach BR-Informationen könnte sich diese Zahl aber noch deutlich erhöhen.

Hintergrund ist, dass Asylbewerber maximal 750 Euro behalten dürfen – höhere Summen werden von der Regierung von Oberbayern einbehalten und mit Unterkunft und Verpflegung verrechnet. Aus den Anzeigen von mindestens sechs Flüchtlingen geht jedoch hervor, dass bei dieser Deklarierung von den Sicherheitsmitarbeitern Geldbeträge in Höhe von mehreren hundert Euro verlangt worden seien, berichtete der BR unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Waren die betroffenen Flüchtlinge bereit zu zahlen, hätten die Mitarbeiter darauf verzichtet, höhere Beträge schriftlich festzuhalten und den Menschen das Geld abzunehmen.

Durch verdeckte Ermittlungen seien diese Vorfälle inzwischen belegt, berichtete der BR unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Mittlerweile habe sich sogar herausgestellt, dass in Einzelfällen die Aufnahme der erpressten Flüchtlinge in den Ankunftslisten getilgt worden sei – offensichtlich um so Beweise zu vernichten. “Da wird aktuell noch ermittelt, wo das ganze Geld hingegangen ist”, sagte die Polizeisprecherin mit Blick auf die Vorwürfe.

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