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Deutsche Lufthansa droht Piloten mit Schadenersatzforderungen

©AP
Die AUA-Mutter Lufthansa droht ihren Piloten bei einem erneuten Streik mit einer Millionenklage.

“Wenn der Streik nicht abgesagt wird, werden wir Schadenersatzanspruch rechtsanhängig machen”, sagte Lufthansa-Arbeitsdirektor Stefan Lauer am Mittwoch in Frankfurt. Schon jetzt seien wieder Buchungsrückgänge zu verzeichnen, nachdem die Gewerkschaft ihre Lufthansa-Mitglieder dazu aufgerufen hatte, vom 13. bis zum 16. April ihre Arbeit niederzulegen. Um einen Gerichtsstreit noch abzuwenden, schlug der Konzern zugleich aber vor, einen Schlichter einzusetzen. VC wollte dazu nicht Stellung nehmen.

Der eintägige Streik im Februar hatte Lufthansa zufolge einen Schaden von rund 48 Mio. Euro verursacht. Rund 2.000 Flüge waren ausgefallen. Danach war der Flugplan noch mehrere Tage lang beeinträchtigt. Käme es nun zu dem viertägigen Streik, würde sich der Schaden auf deutlich mehr als 100 Mio. Euro aufsummieren, sagte Lauer. “Die VC muss daher zügig eine Entscheidung treffen”, mahnte er. “Wir müssen jetzt raus aus der Sackgasse”, sagte Lufthansa-Vizechef Christoph Franz.

Die Fluggesellschaft war 2009 tief in die roten Zahlen gerutscht und will ihre Kosten um eine Milliarde Euro senken. Auch die Piloten sollen dazu nach Vorstellungen des Managements ihren Beitrag leisten.

Lufthansa zeigte sich in Fragen der Vergütung und der Arbeitsbedingungen kompromissbereit. Diese Aspekte könnten in einer Schlichtung von anderen strittigen Fragen im Tarifkonflikt, wie einer neuen Geschäftsgrundlage zum Konzerntarifvertrag entkoppelt werden, erklärte Lauer. Über diese weiteren Konfliktpunkte soll nach dem Vorschlag der Lufthansa bis September gesondert verhandelt werden. Sollte eine Lösung bis dahin nicht gefunden werden, solle es daran anschließend bis zum Jahresende einen “moderierten Dialog” geben, wie Lauer erläuterte.

In dem bereits seit Monaten andauernden Streit geht es vor allem um den Konzerntarifvertrag, der die Arbeitsplätze und Arbeitsbedingungen der Piloten sichern soll. Die Piloten werfen der Lufthansa vor, den 1992 geschlossenen Vertrag abschaffen zu wollen. Sie befürchten, die Expansion des Konzerns ins Ausland werde zulasten der Piloten in Deutschland ausfallen. Der letzte großen Konflikt mit den Piloten im Jahr 2001 war auf Vermittlung eines Schlichters beigelegt worden. Dies war damals der frühere deutsche Außenminister und FDP-Politiker Hans-Dietrich Genscher.

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