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Deutsche Lokführer weiter auf hartem Streikkurs - Bahn macht neues Angebot

Der "Bahnsinn" in Deutschland geht weiter.
Der "Bahnsinn" in Deutschland geht weiter. ©EPA
Mit Geduld müssen Millionen deutsche Bahnkunden auch den zweiten Streiktag der Lokführer bewältigen. Die Gewerkschaft GDL will ihren Ausstand bis Sonntag durchziehen, und kämpft dabei vor allem ihre Daseinsberechtigung.

Im Fernverkehr fielen nach Angaben der Bahn zwei Drittel der Züge aus, im Regionalverkehr rund ein Drittel. Besonders betroffen waren die ostdeutschen Bundesländer sowie Frankfurt am Main. Auch der Schienengüter-Verkehr war zum Teil lahmgelegt.

Bahn kündigt neue Verhandlungen an

Vage Hoffnung auf ein früheres Ende verbreitete am Mittwoch Bahnchef Rüdiger Grube, der einen neuen Vorstoß machen will, “die Verhandlungen wieder in Gang zu bringen.” Personalvorstand Ulrich Weber wies den GDL-Vorwurf zurück, das Unternehmen spiele wegen des geplanten Tarifeinheitsgesetzes auf Zeit.

“Das kostet Geld, das kostet Kunden, das macht unsere Mitarbeiter mürbe”, sagte Weber am Mittwoch im WDR-Hörfunk über den Streik. “Das wäre verantwortungslos, wenn wir auf Zeit spielen würden.”

Warum die GDL hart bleibt

Hintergrund für das strikte Vorgehen der GDL ist das von der schwarz-roten Bundesregierung geplante Tarifeinheitsgesetz, das den Einfluss kleinerer Gewerkschaften wie der GDL stark einschränken würde und derzeit im Bundestag in Berlin beraten wird. Und genau dieses Gesetz bringt der Bahn im Gegenzug den Vorwurf ein, sie selbst sei es, die auf Zeit spiele. Denn möglicherweise könnte dieses Gesetz bereits Ende Mai beschlossen werden.

Tarifeinheitsgesetz ist umstritten

Laut Gesetzesentwurf hätte innerhalb eines Unternehmens die größte Gewerkschaft das alleinige Verhandlungs- und eben auch Streikrecht, welches in Deutschland im Verfassungsrang steht. Kleinere Gewerkschaften wie die GDL hätten keine Möglichkeit mehr, einen eigenen Tarifvertrag für ihre Mitglieder durchzusetzen.

Weiters bedeutet dies in der Praxis auch, dass eine kleine oder neue Gewerkschaft kaum zur Größten aufsteigen kann, denn außer Versprechungen hat diese Gewerkschaft nichts zu bieten, bis sie den Platzhirsch ablöst.

Zehn Mio. Euro Schaden pro Streiktag

GDL-Chef Claus Weselsky will am Mittag am Kölner Hauptbahnhof zu Streikenden sprechen, sein Stellvertreter Norbert Quitter schon am Vormittag in Frankfurt. Besonders interessant wird dabei die Reaktion der GDL auf den Vorstoß der Bahn sein. Die Gewerkschaft hat bislang eine Schlichtung abgelehnt, weil Grundrechte ihrer Mitglieder nicht verhandelt werden könnten.

Ihre wirtschaftliche Belastung hat die Bahn auf zehn Millionen Euro pro Streiktag beziffert, die mittelbaren Schäden für die Wirtschaft sind darin nicht enthalten. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag befürchtet Produktionsausfälle. “Wenn der Streik wie angekündigt sechs Tage dauert, kommen Lieferketten ins Stocken, Lager laufen leer, die Produktion stottert”, sagte DIHK-Präsident Eric Schweitzer der “Nordwest-Zeitung”. (red/APA/dpa)

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