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D/EU: Rüsten gegen die Vogelgrippe

Die EU und Deutschland rüsten gegen die von Sibirien ausgehende Vogelgrippe-Gefahr. Vertreter der deutschen Geflügelzüchter unterbinden im Namen des Verbraucherministeriums die Freilandhaltung von Hühnern.

In Brüssel befassten sich am Donnerstag Tiermedizinexperten der EU mit Möglichkeiten für Vorsorgemaßnahmen der 25 Mitgliedsländer.

EU-Sprecher Philip Tod sagte, die russischen Behörden hätten versichert, dass die Seuche sich nicht auf den europäischen Teil Russlands ausgebreitet habe. Die Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, war im Juli in fünf sibirischen Regionen sowie einem Distrikt im Ural-Gebirge festgestellt worden. Nach russischen Angaben gingen fast 14.000 Stück Geflügel an der Seuche ein, rund 130.000 wurden vorsorglich getötet.

Der Leiter des staatlichen russischen Hygienedienstes, Gennadi Onischtschenko, äußerte in Moskau verhaltenen Optimismus, dass sich die Lage stabilisiert habe. In einigen Orten würden die Sperrmaßnahmen bereits wieder aufgehoben. Er wies Berichte zurück, dass sich die Seuche auch auf Geflügelbestände in der Region Gorno-Altai ausgebreitet habe. Ob sie auch in der Republik Kalmückien am Kaspischen Meer aufgetreten sei, werde noch geklärt, hieß es.

Das deutsche Verbraucherministerium hat eine Verordnung ausarbeiten lassen, wonach Geflügel nicht mehr im Freiland gehalten werden darf. Damit soll es vor Zugvögeln geschützt werden, die den Vogelgrippevirus aus Russland einschleppen könnten. Die „Eilverordnung“ könne vielleicht Mitte September in Kraft treten, sagte eine Ministeriumssprecherin. Die Entscheidung hänge von der Gefahrenlage ab. In Deutschland werden von rund 45 Millionen Legehennen etwa zehn Prozent im Freiland gehalten.

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