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Deshalb hat Peter Klien seine Sendung beim ORF verloren

ORF-Satiriker Peter Klien hat bei "Vorarlberg LIVE" ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert.
ORF-Satiriker Peter Klien hat bei "Vorarlberg LIVE" ein wenig aus dem Nähkästchen geplaudert. ©Screenshot VOL.AT
Satiriker Peter Klien, Moderator von "Gute Nacht Österreich", hat am Mittwoch bei "Vorarlberg LIVE" unter anderem darüber gesprochen warum es seine Sendung im ORF nicht mehr gibt.
Aufregung groß - Klien kritisiert Ungarn

Im Gespräch mit VN.at-Chefredakteur Gerold Riedmann meinte Peter Klien, dass der politische Druck auf die ORF-Führung wohl dazu geführt habe, dass seine Sendung "Gute Nacht Österreich", seit September 2019 auf wechselnden Sendeplätzen in ORF 1, mit Anfang 2021 abgesetzt wurde.

"Was ich gehört habe, ist es nicht ganz leicht dem politischen Druck standzuhalten", kommentiert Klien die Vorgänge hinter den Kulissen.

Man habe sich erdreistet sich manchmal etwas weiter aus dem Fenster zu lehnen, meint Klien augenzwinkernd in Bezug auf seine Sendung. Gerade gut recherchierte Beiträge, die über die übliche Comedy hinausgingen, dürften für Druck auf die Sendungsverantwortlichen gesorgt haben. Klien spricht etwa einen Sendungsbeitrag an, der aufgedeckt hatte, dass für die Coronatests zum damaligen Zeitpunkt über 90 Millionen Euro zu viel bezahlt worden waren.

Trotzdem sei er guter Dinge, dass es mit der Sendung weiter gehen wird. Ende Jänner 2021 erklärte auch ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz, die Sendung mit neuem Konzept fortsetzen zu wollen.

Auch ein Lob an den ORF

In der Ausgestaltung der Inhalte seien er und sein Team sehr frei gewesen, hält der ORF-Satiriker fest. Man habe Inhalte auch nie absprechen müssen. Natürlich seien manche Sendungsinhalte, gleichzeitig für viele Zuseher auch die Highlights seiner Arbeit, auf viel Kritik von außerhalb gestoßen, wie etwa ein Bericht über den Skitourismus in Zeiten des Klimawandels, ein Stück über die Netzwerke von Bundeskanzler Kurz oder seine Kritik an Ungarn, die hohe Wellen schlug.

"Satire darf alles, bis auf zwei Sachen: Das Strafrecht brechen, und langweilig sein", meint Peter Klien dazu. Satire, die niemandem weh tut, sei keine Satire, er kümmere sich aber auch nicht zu sehr darum, ob seine Arbeit Beschwerden oder Unmut bei den Angesprochenen nach sich ziehe, so Klien.

Kickl und weitere Highlights

Im Gespräch bei "Vorarlberg LIVE" plauderte Klien außerdem über einige Highlights seiner Arbeit für den ORF, sein Verhältnis zu FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl, seine Vorarlberger Wurzeln und vor allem wie es mit ihm und seiner Sendung weitergehen wird.

(VOL.AT)

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