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Derby-Sensations-Sieg vergeigt

2300 Fans erlebten am Samstag im ersten HLA-Spiel nach der Winterpause ein denkwürdiges Derby. In der 30. Auflage vergab Hard eine 17:11-Pausenführung, Bregenz siegte 27:26.

Enthaltsamkeit steigert bekanntlich die Lust! So ist es auch zu erklären, dass am Samstagabend etwa 2300 Fans nach siebenwöchiger Handball-Abstinenz zum 30. HLA-Derby zwischen Hard und Bregenz in die Teufelsarena pilgerten und für eine prickelnde Athmosphäre sorgten. Diese nutzten die “Roten Teufel“ von Beginn an zu ihren Gunsten – die Zivkovic-Sieben beeindruckte auch ohne den verletzten Spielmacher Stanislav Kulinchenko durch kompromisslose Deckungsarbeit und zwingende Aktionen im Angriff und wirkte insgesamt wacher als die Gäste. Beim Meister lief es vor allem im Angriff nicht rund, zu viele Kombinationen blieben im eng gestrickten Harder Abwehrnetz hängen. Auch Nationalgoalie Nikola Marinovic erwischte anders als sein Pendant Thomas Huemer keinen überzeugenden Start und wurde nach acht Minuten (4:1) kurzzeitig von Christian Aigner vertreten (bis 12./7:3). Nach 18 Minuten und einem Doppelpack von Hards lettischem Kreiswirbler Margots Valkovskis zum 10:5 beorderte Bregenz-Coach Roland Frühstück sein Team zum Time-out und forderte mehr Engagement ein – die erhoffte Wende blieb trotz Umstellungen im Rückraum zunächst aus. Gestützt auf den überragenden Huemer (zehn Paraden) und eine geschlossene Mannschaftsleistung, aus der die beiden Legionäre Valkovskis (fünf Tore) und Sergey Kudryavtsev (sieben) herausragten, spielten Friede & Co. eine beinahe perfekte erste Hälfte und gingen verdient mit 17:11 in die Kabine.

Die zweiten 30 Minuten lassen die Vermutung zu, dass die Partie auf einer schiefen Ebene ausgetragen wurde und Bregenz nun davon profitierte. Zwar blieb der Vorsprung zunächst konstant (41./21:15), doch die Harder Kräfte ließen zusehends nach. Der Meister gestaltete sein Deckungsspiel offensiver, Marinovic parierte nunmehr alles und Schlinger & Co. stellten durch neun Tore in Folge Spiel, Gegner und Ergebnis auf den Kopf und gingen 24:22 in Führung (53.). In der hektischen Schlussphase agierte der Meister cleverer und setzte sich letztlich verdient mit 27:26. Hard rutschte durch die unnötige Niederlage auf den vierten Tabellenplatz und muss nun am Samstag in Krems gewinnen, um noch einen Schritt nach oben machen zu können.

Superfund Hard – A1 Bregenz: 26:27 (17:11)
Beste Werfer: Valkovskis 7 bzw. Wilczinksi 8, Schlinger 7

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