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Derby-Remis mit Konsequenzen

Das Vorarlberger Derby im Nachtragsspiel der 22. Runde der Red Zac Erste Liga zwischen SCR Altach und Austria Lustenau ist am Dienstag mit einem für die Gastgeber schmeichelhaften 1:1-Remis geendet.  | Tabelle

Betretene Mienen nach dem Schlusspfiff bei den Austria-Verantwortlichen. Mannschaft, Trainer und Präsident verschwanden schnell in der Kabine, die Klubchef Hubert Nagel als Erster wieder verließ. “Wir hätten früher den Sack zumachen müssen”, lautete sein knapper Kommentar zum Spiel. Noch weniger wollte er in der “Causa Trainer” sagen, immerhin ließ er offen, wer am Freitag beim Spiel in Lustenau auf der Bank sitzen wird. Fakt ist jedenfalls, dass die Austria am Mittwoch ihren neuen Trainer Heinz Fuchsbichler offiziell präsentieren will. “Wenn der Präsident will, dass ich aufhöre, dann soll er das sagen”, ließ auch Heraf alles offen. In Lustenau steht also eine Wachablöse auf der Trainerbank kurz bevor.

In Altach hingegen genießt der Coach die momentane Glücksphase. Nach der wohl schlechtesten Halbzeit im Schnabelholz steigerten sich seine Schützlinge nach Seitenwechsel und erkämpften sich in allerletzter Sekunde noch einen Punkt. Mit all den bekannten Qualitäten, Kampfgeist, Laufbereitschaft und Aggressivität, wurde der spielerisch reiferen und über weite Strecken dominierenden Austria der sicher geglaubte Sieg noch einmal entrissen. Schnellrieders Schuss, der das Tor nur knapp verfehlte (78.), hatte die Schlussoffensive eingeleitet, die Ueverton Da Silva mit seinem Kopfballtor in der Nachspielzeit krönte.

Hans-Jürgen Trittinger (Trainer Altach): “Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir uns den Punkt verdient. Klar haben wir mehr erwartet, aber so wie das Spiel gelaufen ist, bin ich zufrieden. Vor der Pause waren wir einfach nicht ruhig genug.”

Andreas Heraf (Trainer Austria): “Ich habe es satt, immer der Sündenbock zu sein. Wir waren besser und ich bin sauer. Der Schiedsrichter, die teilweise unfaire Gangart der Altacher und dann das späte Tor, das sind doch Gründe genug dafür.”

Ried kam Aufstieg wieder einen Schritt näher
SV Ried ist dem Aufstieg in die -Bundesliga wieder einen Schritt näher gekommen. Die Oberösterreicher feierten gegen Wörgl einen 2:1-Auswärtssieg und haben bei einem Spiel mehr acht Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger, der nun Kapfenberg heißt. Die Steirer besiegten den FC Kärnten 2:0, wodurch die Klagenfurter Aufstiegshoffnungen wohl endgültig beendet sind.

Enjo SCR Altach – SC Austria Lustenau: 1:1 (0:0)
Schnabelholz, 2.600, SR Steindl
Torfolge: 0:1 (55.) Karatay, 1:1 (92.) Da Silva

Weitere Nachtragsspiele:
SC Untersiebenbrunn – DSV Leoben: 2:1 (0:0)
SV Kapfenberg – FC Kärnten: 2:0 (0:0)
SV Wörgl – SV Ried: 1:2 (1:1)

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