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Der Traum von Olympia

Die seit wenigen Tagen 29 Jahre alte Nikola Hartmann-Dünser kann als Pionierin des Frauenringsports in Österreich bzw. der Welt bezeichnet werden. Ihre Karriere will sie bis 2008 fortsetzen.

VN: Wie sieht es nun mit der Wildcard für Athen 2004 aus?
Hartmann-Dünser: “Vor vier Wochen hat der Weltverband FILA zwölf der insgesamt 16 Wildcards vergeben. Dabei wurden allerdings lediglich Nationen berücksichtigt, die noch keinen Quotenplatz bei den Frauen oder Männern hatten.”

VN: Wie groß ist die Chance, einen der vier offenen Plätze zu bekommen?
Hartmann-Dünser:
“Obwohl die FILA erklärt hat, bei der Vergabe dieser vier Startplätze die bisherigen Erfolge zu berücksichtigen, mache ich mir keine großen Hoffnungen. Grundsätzlich habe ich mich mit dem Nichtantreten abgefunden, sollte es wider Erwarten anders kommen, würde ich mich natürlich freuen.”

VN: Hat es nach dem Scheitern in der Quali eine Pause gegeben?
Hartmann-Dünser: “Nach einer kurzfristigen Überlegungsphase im familiären Kreis bin ich zu einem zwölftägigen Trainingslager in die Ukraine gefahren. Danach stand der Grand Prix von Deutschland auf dem Programm, bei dem ich meinen 32. Weltcupturniersieg feiern konnte.”

VN: Hast du über ein Karriereende nachgedacht?
Hartmann-Dünser: “Gemeinsam mit meinem Vater, der seit Beginn auch mein Trainer ist, habe ich die letzten zwei Jahre analysiert. Letztendlich bin ich zum Entschluss gekommen, in dieser Form einfach nicht meine erfolgreiche Karriere beenden zu wollen.”

VN: Was bedeutet dies konkret, und gibt es Veränderungen?
Hartmann-Dünser: “Sollte ich keine Wildcard für Athen bekommen, werde ich versuchen, mich für die Spiele 2008 in Peking zu qualifizieren. Die erste Chance dazu wäre 2007 bei den Weltmeisterschaften in China.”

VN: Erfolgt dieses Vorhaben mit den gleichen Voraussetzungen wie bisher?
Hartmann-Dünser:
“Nein! Ich werde nicht wie in den letzten beiden Jahren alles dem Vorhaben Olympiaquali unterordnen. Ab Herbst werde ich wieder am BG Blumenstraße in Bregenz eine halbe Lehrtätigkeit ausüben. Für das Training bedeutet dies, dass die Qualität gesteigert werden muss und in der Priorität klar vor der Quantität steht. Im Klartext bedeutet dies, dass ich in Zukunft noch intensiver mit meinem Vater die Einheiten absolvieren werde.”

VN: Was darf man sich beim Heimturnier in Götzis von dir erwarten?
Hartmann-Dünser: “Die Konkurrenz ist enorm groß. In meiner Gewichtsklasse (63 kg) werden vier Athletinnen am Start sein, die fix für Athen qualifiziert sind. Ich werde sicher alles daransetzen, vor eigenem Publikum meine Bestleistung zu bringen.”

VN: Ist ein Start in Götzis etwas Besonderes?
Hartmann-Dünser: “Ja sicher, allerdings ist die psychische Belastung ebenfalls höher. Gerade zuhause erwarten viele, dass ich als Siegerin die Matte verlasse. Doch die Dichte im Frauenringsport ist so hoch, das eine kleine Unachtsamkeit schon den sicher geglaubten Sieg kosten kann.”

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