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Der Tochter zuliebe zurück ins Ländle

Nach Altach und Bregenz steht Wolfgang Ott in Hohenms zwischen den Pfosten.
Nach Altach und Bregenz steht Wolfgang Ott in Hohenms zwischen den Pfosten. ©Thomas Knobel
Wolfgang Ott VfB Hohenems

Hohenems. Fußball-Goalie Wolfgang Ott will Tochter Lisa Marie in Vorarlberg die beste Ausbildung im Eiskunstlauf ermöglichen.

Ein Meistertitel blieb Wolfgang Ott in seiner großartigen Karriere bislang verwehrt. Allerdings hofft der 36-jährige gebürtige Kärntner nach seiner zweiten Rückkehr ins Ländle dieses Ziel noch zu verwirklichen. Mit Fußball-Vorarlbergligaklub VfB Hohenems will der Goalie den Neuaufbau des Traditionsvereins mitgestalten und mithelfen zu alten glorreichen sportlichen Zeiten wieder anzuschließen. Seine schönsten Zeiten mit dem runden Leder verbrachte er zur Jahrtausendwende in Altach und Bregenz. In Hohenems läuft es bisher nicht ganz nach Wunsch. Noch kein Sieg in der Meisterschaft und das frühe Cup-Aus sind nicht gerade berauschend.

ZUR PERSON: Wolfgang Ott

Beruf: Versicherungsmakler

Geboren: 29. Jänner 1974

Familie: verheiratet mit Elisabeth, Tochter Janice (15 Jahre), Lisa Marie (11 Jahre)

bisherige Vereine: SV Rothenthurn (8 Jahre), SV Spittal (13 Jahre), Cashpoint SCR Altach (2 Jahre), Casino SW Bregenz (1,5 Jahre), SV Feldkirchen (6,5 Jahre), VfB Hohenems

Größten Erfolge: 17 Meisterschaftsspiele in der höchsten österreichischen Bundesliga mit Casino SW Bregenz, Finalteilnahme im ÖFB Cup 2008 mit SV Feldkirchen, zweimal im österreichischen Unter-21-Nationalteam, Feldtor als Schlussmann mit SV Feldkirchen in einem Regionalligaspiel 2006 erzielt

Sportart: Fußball

Hobbies: Familie, Kino, Internet

Lebensmotto: behandle alle Menschen so wie du selbst behandelt wirst

Warum sind sie als Kärntner Ende der 90iger Jahre für fast vier Jahre nach Vorarlberg gewechselt?
OTT: In Altach war man mit dem damaligen Tormann Walter Obexer unzufrieden und auf der fieberhaften Suche nach einem kompetenten Nachfolger nicht fündig geworden. Mein Freund Hubert Bründler hat die Kontakte hergestellt und in kürzester Zeit kam der Transfer zustande. Die zwei Jahre in Altach bleiben in ewig bester Erinnerung. So was familiäres gibt es in ganz Österreich nicht. In Altach für längere Zeit unumstritten die Nummer eins zwischen den Pfosten zu sein ist was außergewöhnliches. Mit Bregenz wurde mein erklärtes Ziel in der höchsten Liga Österreichs zu spielen in die Tat umgesetzt.

Warum sind sie nach zehn Jahren wieder ins Ländle zurückgekommen?
OTT: Schuld ist meine Tochter Lisa Marie. Die mehrfache Kärntner Landesmeisterin im Eiskunstlauf könnte sportlich noch sehr viel erreichen. Die Trainer halten große Stücke von ihr und das Hobby könnte einmal der Beruf darstellen. Wir wollten ihr die best mögliche Ausbildung bieten und die gibt es hier in Vorarlberg. Beim EV Dornbirn steht sie bei Familie Klotz im geregelten Trainingsbetrieb und findet dort die besten Rahmenbedingungen vor.

Wie kam der Transfer zum VfB Hohenems zustande?
OTT: Die Verhandlungen mit Eschen/Mauren standen kurz vor dem Abschluss. Allerdings hat mein ehemaliger Tormanntrainer Thomas Schneider den Kontakt nach Hohenems hergestellt. Mit Hohenems einen Neuanfang zu starten ist immer eine große Herausforderung.

Steht das Karrierende vor der Tür?
OTT: Das Alter (36) ist schon spürbar. Auch die drei Operationen am Knie waren nicht gerade fördernd. Trotzdem wird an ein Karriereende noch lange nicht gedacht. Ein Meistertitel fehlt mir noch in der Sammlung und mit Hohenems wäre dies ein krönender Abschluss in der großartigen Karriere.

(Quelle: Meine Gemeinde – Thomas Knobel)

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