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Der subventionierte Quotenmüll

Ulrich Gabriel
Ulrich Gabriel ©Ulrich Gabriel

Im Unterschied zum ORF müssen die Privatradios ihr Geld selbst verdienen und bekommen nichts von der gesetzlichen ORF-Gebühr. Dass da viel Nullstories, Newsmüll und Werbung forciert werden, ist zum Teil erklärbar. Dass sich aber das ORF Landesstudio Vorarlberg immer dreister den Privatradios angleicht und dabei den, vom Gesetzgeber auferlegten, Kulturauftrag vernachlässigt, ist weder verständlich noch hinzunehmen.

Am 3. 8. ist auf „vorarlberg.orf.at/radio“ zu lesen: „Kirchenglocken als Zeichen gegen den Hunger: „Wir wollen daran erinnern, dass alle zehn Sekunden ein Kind an Hunger stirbt …“, so der Feldkircher Diözesanbischof und Caritas-Bischof Benno Elbs.“ Darunter steht: „Suti kocht: Suvid gegarter Schweinebauch!“. Weiter geht’s mit: „So funktioniert der HIV Selbsttest“ / „Zweites Festspielfrühstück zum Nachhören“ und so weiter und so fort: Boulevard. Charakterlos aneinandergereihte Schlagzeilennachrichten für die Quote. Eine Kleinigkeit? Was Orwell im Roman „1984“ tat, indem er beschrieb, was der totalitäre Staatsdiktator BIG BROTHER verkünden ließ: „Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke“ deutet das Auslöschen der Gegensätze an im Schlagzeilenstil an. Hungertod und Schweinebauch. Die instinktlose Entwertung der Nachricht. „Das ist doch nur zufällig“ mag KLEMENDRICH einwenden. Massenmedien haben keinen Platz für den Zufall. Nur Quotenplätze.

Was das Ministerium für Wahrheit bei Orwell macht, scheinen die Programmverantwortlichen mit ihrem Boulevardstil anzustreben. Die schleichende Kommerzialisierung von Radio Vorarlberg mit Quotenjournalismus und Schlagzeilenhitparaden. Bildung bringt nicht immer Quoten, darum wird sie ja gefördert und gefordert. Wenn aber Bildung, Kultur und Kunst wegen der Quote ohne zu zögern einfältiger Unterhaltung geopfert wird, verkommt die Fläche zu flach. Wenn der ORF im Unterschied zu den Privatradios für Bildung, Kultur und Kunst von den HörerInnen auch noch monatlich Geld einhebt, muss auf Nichterfüllung des Auftrags geklagt werden. Geld zurück.

Der Fisch beginnt am Kopf zu stinken. Das ORF Landesstudio V hat den Kopf verloren. Süßliches Billigparfum kriecht aus dem Kropf von Radio Flach. Nachgewachsen ist ein hochbezahltes Doppelköpfle, KLEMENDRICH sein Name. Opportune Machtpolitik. Quotensammeln für BIG BROTHER WRAB. Sie handeln, als ob der Sender ihr Privatbesitz wäre. Das ORF-Kommerzstudio Vorarlberg gehört hinterfragt.

Bis dahin heißt es weiter: Geist raus, Quote rein: „Kann „Suti“ wirklich kochen? Was macht der „Gerichtsprimar Knaller“ privat? Und welche Ausbildung hat Bernhard Zillner absolviert? Die Antworten auf diese und andere Fragen finden Sie in den Profilen unserer ORF Radio Vorarlberg Moderatoren“ (zit.)

Ulrich Gabriel
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