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Der nächste Knalleffekt

Superfund Pasching überlegt laut Präsident Franz Grad, den Spielbetrieb in der Bundesliga einzustellen und die Lizenz zur Verfügung zu stellen.

Die Serie an Knalleffekten in der österreichischen T-Mobile-Bundesliga scheint nicht abzureißen. Das nächste Kapitel des immer mehr zur „Operettenliga“ verkommenden heimischen Fußball-Oberhauses könnte der Ausstieg des FC Superfund Pasching sein, die Oberösterreicher wollen laut Klub-Präsident Franz Grad ihre Bundesliga-Lizenz zur Verfügung stellen. Ein möglicher Abnehmer könnte der derzeit auf Rang sieben der Red-Zac-Erste-Liga liegende FC Kärnten sein.

„Wir haben dieses Thema in dieser Woche durchdiskutiert. Denn das Hickhack rund um die steirischen Vereine ist derart schädlich, dass es gescheiter ist, dass einmal einer geht. Die Grazer feiern ja Konkurse, als ob sie bei den Olympischen Spielen Gold gewonnen hätten“, meinte der derzeit auf Lanzarote weilende Grad am Samstagabend im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung „Kurier“ (Sonntag-Ausgabe).

Dass die Kärntner mit Landeshauptmann und Ex-Klub-Präsident Jörg Haider schon kommende Saison statt Pasching in der T-Mobile-Liga spielen könnten, kommentierte Grad folgendermaßen: „Es laufen Gespräche, aber es gibt noch nichts Konkretes. Wenn die Kärntner aber sagen, sie machen mit, dann ist es vielleicht eine Lösung.“ Man dürfe das Thema FCK allerdings auch nicht überbewerten.

Da es keinerlei finanzielle Verbindlichkeiten gibt, wäre ein Rückzug aus der Liga vergleichsweise „problemlos“. „Nur die Spieler täten mir sehr Leid. Aber sonst ist Pasching ein kleiner und kommoder Verein, der jederzeit aufhören könnte.“

Der Verdruss des Pasching-Bosses, der die Idee im Rahmen eines Tennisturnieres im Freundeskreis besprach, ist nicht zu überhören. „Wir sind ja auch unseren Sponsoren verpflichtet. Vor allem, wenn es wie bei uns überregionale Sponsoren sind. Um da mitzuspielen, ist mir das Geld der Sponsoren und auch mein Geld viel zu heilig. Schulden machen und dann feiern ’Hurra, wir fangen neu an’ – das geht doch nicht. Wenn sich alle mit Prozessen überhäufen und der wichtigste Mann der Masseverwalter ist, sagt das alles. Wir könnten ja den Grazern die Liga schenken, dann könnten sie alleine spielen.“

Liga-Boss Martin Pucher, der derzeit ein Skandal-Thema nach dem anderen kommentieren muss, meinte dazu: „Grad hat mir derartige Überlegungen mitgeteilt und in den kommenden Wochen eine Finalisierung mit Haider angekündigt. Grad hat mit der Liga gesprochen und gefragt, ob so etwas überhaupt möglich ist. Außerdem könnten drei Klubs aus Oberösterreich im Oberhaus zu viel sein. Ich verstehe seine Überlegungen, bin aber überrascht, dass das heute herausgekommen ist.“ (Schluss) hal/mgä


FC Kärnten arbeitet an „großer Fußball-Vision“

Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider hat am Samstagabend bestätigt, dass Interesse an der Fußball-Bundesliga-Lizenz von Pasching bestehe. „Es ist korrekt, dass wir Interesse an der Lizenz der Paschinger haben“, erklärte Haiders Sprecher Stefan Petzner am Samstagabend im Gespräch mit der APA – Austria Presse Agentur.

„Wir arbeiten derzeit am FC Kärnten neu, an einer großen Fußball-Vision und an einer großen Fußball-Sensation.“ Haiders Traum sei, dass im EM-Jahr 2008 im neuen Klagenfurter EM-Stadion T-Mobile-Fußball gespielt werde.

Geplant ist eine Fusion von Pasching und Kärnten, im Oberhaus würde man dann unter dem Namen FC Kärnten auftreten. Laut Petzner wird über Ostern intensiv weiter verhandelt, im Mai könnte es zum Abschluss kommen. Heiße Kandidaten auf den Trainerjob beim „neuen“ FCK sind laut Petzner Walter Schachner und Kurt Jara.

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